Tonerpulver: Ein Exkurs zu Zusammensetzung und Anwendung

Tonerpulver
Auch mit Tonerpulver lassen sich hervorragende Farbdrucke erstellen. Bild © 137345934 - jonnysek, depositphoto.com

Die verschiedenen Drucker arbeiten mit den unterschiedlichsten Verbrauchsmaterialien: Tintenstrahldrucker nutzen Druckertinte in Druckerpatronen, wohingegen Laserdrucker mit Tonerkartuschen gestochen scharfe Dokumentendrucke zu Papier bringen. Welcher Drucker sich am besten für Ihre Bedürfnisse eignet, können Sie gern in unserem Laserdrucker vs. Tintenstrahldrucker Vergleich nachlesen; hier soll es nun jedoch um das Verbrauchsmaterial für Laserdrucker gehen: den Toner bzw. das Tonerpulver. Dabei werden wir unter anderem auch auf die verschiedenen Arten wie Refill- oder Rebuilt-Toner kurz eingehen.

Laserdrucker & Tonerpulver: Geschichtlicher Umriss

Seit Erfindung der Druckkunst ist einige Zeit vergangen und dennoch ist der technologische Fortschritt noch lange nicht zu Ende. Auch in Bezug auf Laserdrucker und Tonerpulver steht die Entwicklung nicht still und so gibt es mittlerweile Tonerpulver in den unterschiedlichsten Farben und Varianten, von den verschiedensten Marken wie Brother, Samsung, HP, Kyocera oder Epson.

Mittlerweile tummeln sich auch weniger namhafte Hersteller auf dem Markt für Toner, Tinte und Co., die kompatible Produkte zu wesentlich günstigeren Preisen anbieten, ohne dabei die Qualität des Pulvers zu vernachlässigen. Bei TintenCenter werden alle kompatiblen Artikel für Ihren Drucker direkt oben in der Produktliste angezeigt, sodass ein Vergleich mit der Originalware nicht schwerfällt.

Aber egal, ob kompatibel oder original, die Farben, richten sich nach dem bewährten CMYK-Modell, welches Cyan, Magenta, Gelb (Yellow) und Schwarz umfasst. Für einige Anwendungen wird der RGB-Farbraum notwendig, weshalb es hin und wieder sinnvoll ist, zu wissen, wie Sie RGB in CMYK umwandeln.

Tonerpulver für optimale Farbdrucke erhalten Sie in den typischen CMYK-Farben. © 125695046 – jonnysek, depositphoto.com

Wurden früher aus Unwissen noch giftige Stoffe wie Selen zur Herstellung von Tonerpulver verwendet, so sind heutige Produkte weitestgehend frei von gesundheitsschädigenden Mitteln, sodass Sie Ihren Laserdrucker gefahrlos verwenden können. Denn nicht nur das Tonerpulver wurde weiterentwickelt, sondern auch die Druckverfahren, sodass moderne Lasergeräte einen Feinstaubfilter besitzen, der die minimalen Emissionen Ihres Druckers abfängt, bevor sie in die Luft geraten und eingeatmet werden können.

Tonerpulver in seinen Anfängen

Beim Blick zurück fällt besonders ein Unternehmen ins Auge, wenn es um Laserdrucker und Tonerpulver geht: Xerox. Dieser Hersteller war und ist maßgeblich an der modernen Technologie beteiligt, sodass mittlerweile statt Selen beispielsweise Silicium als Bestandteil verwendet wird, welches wesentlich unschädlicher ist als sein Vorgänger. Ein weiterer Vorteil im Gebrauch dieses Halbmetalls besteht in dessen Lichtempfindlichkeit, die sich beim Druck positiv äußert.

Tonerpulver und der Umweltaspekt

Wie bereits erwähnt, galt Tonerpulver lange als gesundheitsschädigend und folglich als eher umweltunfreundlich. Aus diesem Grund arbeiten Hersteller wie Brother, Samsung, HP, Kyocera oder Epson, aber auch sogenannte No-Name-Produzenten, stetig an ihren Rezepturen, um die Belastung für Sie und die Umwelt so gering wie möglich zu halten.

So sind beispielsweise kompatible Tonerkartuschen besonders umweltschonend und gleichzeitig eine Entlastung für Ihren Geldbeutel. Viele alternative Hersteller haben sich dabei auf Recycling alter Kartuschen spezialisiert, sodass ein Gros an Abfall eingespart werden kann. Dabei wird zusätzlich in Refill- und Rebuilt-Verfahren unterschieden. Das Tonerpulver für Refill-Kartuschen wird dabei lediglich nachgefüllt, wobei es sich bei Rebuilt-Kartuschen um Nachbauten der Originale handelt, ohne dabei natürlich geltende Patente zu verletzen.

Tonerpulver und seine Rolle beim Druck

Während des Druckvorgangs wird die Trommel oder Belichtungseinheit elektrisch aufgeladen, sodass die Tonerpartikel an ihr haften bleiben; nämlich überall dort, wo die Einheit mit einem Laser oder einer LED-Zeile belichtet wird. Mittels Drehbewegung gelangt das Pulver aus der Kartusche auf das Papier, wo es fixiert wird. Das Tonerpulver ist dabei hohen Temperaturen ausgesetzt, wodurch es nahezu flüssig wird.

Dies gilt sowohl für Tonerpulver in Schwarz als auch für farbig pigmentierten Toner. Ohne den Toner als farbgebenden Stoff kann folglich kein erfolgreicher Druck durchgeführt werden. Doch woraus besteht eigentlich das Pulver genau?

Tonerpulver: Inhaltsstoffe

Eingangs wurde bereits angemerkt, dass es sehr viele Tonerpulver-Hersteller gibt, seien es namhafte Produzenten wie Brother und Epson oder unbekannte Dritthersteller. Da jeder Hersteller seine eigene Rezeptur für das Tonerpulver verwendet und diese aus wirtschaftlichen Gründen zumeist geheimhält, ist es kaum möglich, sämtliche Inhaltsstoffe aufzulisten. Dennoch sind einige allgemeine Komponenten zu nennen, die sich in den meisten Pulvern finden. Dazu zählen Pigmente für die einzelnen Farben, Harze, Verdünner und weitere Mittel zur Lösung und Haltbarkeit. Dabei wird mittlerweile auf Präparate wie Blei, Arsen, Selen, Chrom, Cadmium oder Quecksilber aus gesundheitsgefährdenden Gründen weitestgehend verzichtet.

In natürlichen Pigmenten kommen teils noch Schwermetalle vor, die allerdings durch diverse technologische Innovationen kaum mehr als Gesundheitsrisiko gelten. Häufig werden heutzutage allerdings auch synthetische Pigmente verwendet, die diese Stoffe gar nicht mehr aufweisen. Eine weit verbreitete chemische Verbindung für Toner wird beispielsweise aus Erdöl gewonnen.

„Biologische“ Inhaltsstoffe

Vielfach wird in der heutigen Zeit vor allem auf biologische Inhalte Wert gelegt. Aus diesem Grund finden sich auch in Tonerpulver nicht selten natürliche Öle als Basis für diverse Verdünner. Auch pflanzliche Fette, die aus Soja gewonnen werden, zählen dazu. Auf Mineralöle wird hier bei der Produktion verzichtet.

Ist Tonerpulver giftig?

Wie erwähnt, wird mittlerweile auf gesundheitsschädliche Stoffe verzichtet, sodass die Frage, ob Tonerpulver krebserregend ist, guten Gewissens verneint werden kann. Dennoch: die farbigen Pigmente werden zu feinem Tonerstaub gemahlen, um den Toner am Ende fließfähig zu machen und der Farbe eine gleichbleibende Qualität verleihen zu können. Der beim Druckvorgang entstandene Tonerstaub aus Pigmenten, Harzen und Verdünnern sollte dennoch nicht eingeatmet werden, weshalb in den meisten modernen Geräten mittlerweile Feinstaubfilter integriert sind, um genau dieses Szenario zu vermeiden.

Wird das feine Tonerpulver eingeatmet, ist dies laut diverser Studien zunächst nicht gesundheitsschädlich; zumindest nicht in kleineren Mengen. Allerdings sollte darauf geachtet werden, dass das Einatmen des entstehenden Staubes nicht auf Dauer erfolgt, weshalb gerade in Großraumbüros mit einer großen Laserdruckerflotte häufig gut gelüftet werden sollte. Seien Sie außerdem mit Nachfülltoner besonders vorsichtig, wenn Sie Tonerpulver selbst nachfüllen. Dies mag auf den ersten Blick die günstigste Variante in Bezug auf das Verbrauchsmaterial sein; wir empfehlen Sparfüchsen jedoch eher den Griff zum kompatiblen Toner bzw. zur kompatiblen Druckertinte, wenn es sich bei dem entsprechenden Gerät um einen Tintenstrahldrucker handelt.

Tonerpulver und seine Eigenschaften

Die Eigenschaften von Tonerpulver hängen nicht zuletzt von den genauen Inhaltsstoffen ab und unterscheiden sich daher je nach Präferenzen des Herstellers. Nicht zuletzt die Größe der einzelnen Teilchen ist entscheidend für die fließende Eigenschaft. Diese sind meist zwischen 5 und 30 Mikrometer groß und bestehen aus Harzen (Kunstharzen), Pigmenten, Metalloxiden und verschiedenen Hilfsstoffen, wie weiter oben beschrieben.

Des Weiteren richten sich die Eigenschaften nach den jeweiligen Anforderungen, denn auch mit Toner sollen farbige Ausdrucke leuchtend und brillant erscheinen, selbst wenn mit einem Laserdrucker kaum die Auflösung und Farbbrillanz wie mit einem Tintenstrahldrucker oder Fotodrucker erreicht werden kann. Wie Sie beispielsweise besonders gelungene Urlaubsfotos drucken können, erfahren Sie ebenfalls in unserem Blog.

Nicht zuletzt gilt es, für den Dokumentendruck, für den sich Laserdrucker und Tonerpulver ganz besonders gut eignen, ein tiefes Schwarz sowie eine besonders feine Graduierung auf dem Papier zu bannen und dabei weder eine zu hohe Schmutzwirkung noch einen zu groben plastischen Auftrag zu erwirken. Dabei darf das Tonerpulver ausschließlich auf den gewünschten Druckmedien und nicht etwa auf den Fixierwalzen oder der Trommel haften bleiben.

Eine Eigenschaft, die von vornherein für ein gutes Tonerpulver spricht, ist die Haltbarkeit. Da es sich hierbei um ein bereits trockenes Material handelt, ist die Gefahr des Eintrocknens wie beispielsweise bei Druckertinte nicht gegeben. Die Toner-Haltbarkeit ist folglich fast unbegrenzt. Was Sie dennoch beachten sollten, erfahren Sie im entsprechenden Artikel.

Tonerpulver entfernen

Gerade, wenn Sie Tonerpulver nachfüllen und diese Prozedur selbstständig vornehmen, kann es schon mal passieren: Tonerpulver tritt aus und wird verschüttet. Hier ist aber noch nicht aller Tage Abend, denn im Gegensatz zu Tinte können Sie Tonerpulver aufsaugen oder abtupfen und so leicht entfernen. Dies gilt sowohl für Oberflächen als auch, wenn Sie Tonerpulver aus Kleidung entfernen müssen. Nicht so leicht lässt sich dagegen Druckertinte entfernen, aber auch hier gibt es nützliche Tipps und Tricks, wie Sie dabei vorgehen können.

Befreien Sie Ihren Laserdrucker regelmäßig von überschüssigem Tonerpulver, damit Sie weiterhin von gestochen scharfen Druckergebnissen profitieren. Bild © 125951846 – alho007, depositphoto.com

Ist das Tonerpulver in Ihrem Gerät verschüttet, müssen Sie Ihren Laserdrucker reinigen, um Beschädigungen und Fehldrucke zu vermeiden. Im Allgemeinen sollten Sie dies sowieso in regelmäßigen Intervallen durchführen, um die Funktionalität Ihres Druckers auf lange Sicht zu gewährleisten.

Tonerpulver kaufen

Es wurde bereits festgehalten, dass Tonerpulver durchaus einzeln erworben werden kann, um es in leere Kartuschen selbst umzufüllen. Dabei gibt es gar Angebote für Tonerpulver in 1kg-Beältern, was eine lange Nutzung verspricht. Allerdings ist das Selbstbefüllen nicht immer zu empfehlen.

Zum einen gehört schon einiges an Fingerspitzengefühl dazu, das feine Pulver ohne großen Verlust in die Kartusche zu füllen, zum andern zählen auch die Kartuschen als solche zu den Verschleißteilen eines Laserdruckers. Möchten Sie sparen, empfehlen wir den Kauf kompatibler Tonerkartuschen. Diese gibt es mittlerweile für die meisten Druckermodelle und können aufgrund des fehlenden Markennamens um ein Vielfaches günstiger angeboten werden als die Originale.

Dabei müssen Sie keinerlei Qualitätsverlust Ihrer Ausdrucke befürchten, denn kein Hersteller kann es sich auf Dauer leisten, schlechte Produkte auf den Markt zu bringen. Des Weiteren bleibt auch die Garantie auf Ihren Drucker entgegen der landläufigen Meinung erhalten, sofern diese noch vorhanden ist. Damit Sie allerdings ohne Zweifel einkaufen können, bieten wir auf all unsere Produkte zudem eine Garantie von 3 Jahren an. Ein Test lohnt sich also allemal.

In den Tonerkartuschen befindet sich das Tonerpulver, welches mithilfe der Trommel und weiteren Komponenten des Laserdruckers zu Papier gebracht wird und so das Druckbild entstehen lässt. Bild © 1148313 – kolosigor, depositphoto.com

Tonerpulver entsorgen

Tonerpulver gehört wie auch die Kartuschen sowie Tintenpatronen und weitere Verbrauchsmaterialien für Drucker nicht in den Hausmüll. Aufgrund der enthaltenen Metalloxide und weiterer Stoffe ist es notwendig, Tonerkartuschen mit oder ohne Restpulver in den Sondermüll zu geben. Toner und Druckerpatronen entsorgen Sie zum Beispiel richtig auf einem Wertstoffhof. Es gibt allerdings noch weitere Möglichkeiten, Tonerpulver entsorgen zu lassen. Nicht zuletzt können Sie mit Ihrem Leergut sogar noch zu Geld kommen; nämlich indem Sie leere Patronen und Kartuschen verkaufen.

Fazit

Für Vieldrucker und Anwender, die hauptsächlich Textdrucke benötigen, lohnt sich ein Laserdrucker im Allgemeinen eher als ein Tintenstrahldrucker. Denn Druckertinte zählt zu den teuersten Flüssigkeiten der Welt, was sich schnell in den anfallenden Druckkosten widerspiegelt. Toner dagegen kann wesentlich günstiger hergestellt und somit gekauft werden. Dennoch muss auch das Tonerpulver hohen Ansprüchen gerecht werden, weshalb kontinuierlich an der Weiterentwicklung und Verbesserung gearbeitet wird.

Möchten Sie von weiterem Sparpotential profitieren, greifen Sie idealerweise zu kompatiblem Tonerpulver bzw. alternativen Tonerkartuschen. Bei TintenCenter kaufen Sie dabei ohne Risiko, da wir Ihnen auf alle Produkte eine Garantie von 3 Jahren gewähren. Des Weiteren bieten wir für kompatible Artikel einen smarten Mengenrabatt.

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