Laserdrucker: Funktionsweise, Aufbau und Verwendung – Ein Exkurs

Wer einen Laserdrucker besitzt, sollte sich im Idealfall auch mit der Laserdrucker-Funktionsweise auseinandersetzen, um zu verstehen, wie genau das Gerät arbeitet, um gegebenenfalls Problemen vorbeugen zu können.
Wer einen Laserdrucker besitzt, sollte sich im Idealfall auch mit der Laserdrucker-Funktionsweise auseinandersetzen, um zu verstehen, wie genau das Gerät arbeitet, um gegebenenfalls Problemen vorbeugen zu können. © 8798511 - Plus69, depositphoto.com

Viele Firmen, aber auch Home-Office-Anwender mit hohem Druckvolumen nutzen Laserdrucker, welche für ihre schnelle Arbeitsweise, günstige Druckkosten sowie dokumentenechte Ausdrucke bekannt sind. Dafür sorgt die Funktionsweise, bei welcher das Druckergebnis quasi in das Medium „eingebrannt“ wird. Dabei hat sich in der Geschichte dieser Druckerart über die Jahrzehnte einiges getan. Wie ein Laserdrucker nun genau funktioniert und weshalb er besonders bei hohem Druckaufkommen eher genutzt wird als ein Tintenstrahldrucker, soll in diesem Artikel näher beleuchtet werden. Dabei soll neben der Funktion auch kurz auf den Aufbau eines solchen Geräts sowie seine Bestandteile, die für den Druck notwendig sind, eingegangen werden.

Zur Geschichte des Laserdruckers

Bereits Ende der 1930er Jahren ließ Chester F. Carlson die Elektrofotografie zum Patent anmelden, welche den Grundstein für den Druck auf Laserstrahlbasis darstellt. Allerdings erfolgte der Durchbruch der Laserdrucker dennoch erst in den 1960er Jahren, da der Aufwand bis dato noch zu groß war, um den Nutzen aufwiegen zu können. Auch wenn es sich zu diesem Zeitpunkt noch hauptsächlich um analoge und optische Kopiermaschinen zur Vervielfältigung von Dokumenten handelte, konnte die Entwicklung hin zum modernen Laserdrucker hiermit einen großen Sprung nach vorn machen. Vor allem, als sich die Firma Xerox (vormals Haloid) der von Carlson entwickelten Maschine annahm und vermarktete, begann der Vormarsch der Elektrofotografie, auch Xerographie genannt. Der Xerox 914 schaffte bereits eine Geschwindigkeit von 6 Kopien in der Minute. In den 1970er Jahren gelang Xerox ein weiterer Durchbruch, indem das erste Laserdruckgerät entwickelt wurde, welches bereits mit 500 dpi arbeitete. Dass sich anfangs aber auf dem Markt eher Nadeldrucker und Typenraddrucker durchsetzten, war vor allem dem enorm hohen Preis für einen Laserdrucker zuzuschreiben. Bis heute gelten Laserdrucker als teuer in der Anschaffung, auch wenn sie dies durch ihre sehr günstigen Folgekosten in Bezug auf Verbrauchsmaterial und Wartung wettmachen. Wenn Sie zudem auf kompatibles Druckerzubehör wie Toner und Trommel zurückgreifen, welches Sie bei TintenCenter zu besonders guten Konditionen bei einwandfreier Qualität für die meisten Druckermodelle der bekannten Marken erhalten, können Sie Ihre Druckkosten enorm senken. Seit den 1990er Jahren gibt es auch Farblaserdrucker, die sich in Bezug auf die Qualität der Ausdrucke mittlerweile kaum noch von Tintenstrahldruckern unterscheiden.

Laserdrucker: Funktionsweise und Bestandteile

Bevor auf die einzelnen Bestandteile eingegangen werden soll, wollen wir Ihnen zunächst aufzeigen, welche Bauteile von großer Bedeutung für den Druck sind. Dabei wird vor allem in Entwickler- und Fixiereinheit unterschieden.

Wenn Sie die Laserdrucker-Funktionsweise verstehen möchten, sollten Sie zunächst wissen, welche Bestandteile für den Druck notwendig sind.
Wenn Sie die Laserdrucker-Funktionsweise verstehen möchten, sollten Sie zunächst wissen, welche Bestandteile für den Druck notwendig sind. © 88349878 – jipen, depositphoto.com

Für die Entwicklung des Druckbildes sind folgende Bestandteile verantwortlich:

  • Entwicklereinheit
  • Fotoleitertrommel (Einweg-, semipermanent, permanent)
  • PCR-Roller (primäre Ladungsrolle)
  • Magnetroller
  • Laser (LED-Leiste bei LED-Druckern)
  • Doctor Blade (Rakel)
  • Transferroller
  • Abstreifer

Diese Elemente sind in ihrer Zusammenarbeit dafür verantwortlich, dass der Toner auf das Blatt gelangt und ein Druckbild ergibt.

Zum Schluss sorgt die Fixiereinheit, wie ihr Name bereits impliziert, dafür, dass das Druckbild auf dem Blatt fixiert wird und das lose Tonerpulver nicht einfach wieder vom Papier rutscht.

Die Funktionsweise der Bildtrommel im Laserdrucker

Auf der Bildtrommel oder Fotoleitertrommel entsteht das spätere Druckbild mittels elektrischer Ladung auf der beschichteten Oberfläche. Durch den PCR-Roller wird sie elektronisch aufgeladen, wobei der Laserstrahl gewisse Stellen wieder entlädt, sodass das Tonerpulver nur dort haftet, wo es später abgegeben werden soll, um auf dem Papier ein Bild zu hinterlassen.

Der Laser

Die im Laserdrucker verwendeten Laserdioden tasten sich zeilenweise über einen rotierenden Spiegel, gelangen so auf die Bildtrommel und entladen diese an den Stellen, wo sie auftreffen, sodass später das Tonerpulver dort haften kann. Auf der Trommel entsteht so ein Negativ des Druckbildes.

Rakel oder Doctor Blade für die Mengenbestimmung an Toner

Mithilfe des Magnetrollers wird nun das Tonerpulver auf die nicht durch den Laser entladenen Stellen auf der Trommel transferiert, wobei es durch die Rakel auf die gewünschte Menge abgetragen wird. Durch die entstehende Reibung wird der Toner außerdem triboelektrisch positiv aufgeladen, damit er an den negativ geladenen Stellen der Fotoleitertrommel haften kann.

Die Transferrolle für den Papiertransport

Die aus einer Art Schaumgummischicht bestehende Transferrolle ist dafür zuständig, das Papier gegen die Bildtrommel zu pressen, sodass das elektrisch aufgeladene Papier die Tonerpartikel von der Trommel aufnehmen und zur Fixiereinheit weitergeleitet werden kann.

Der Abstreifer

Bleibt überschüssiges Tonerpulver an der Trommel hängen, so wird dieses durch den Abstreifer entfernt. Das Pulver wird danach in den Resttonerbehälter überführt.

Die Fixiereinheit für ein dauerhaftes Druckbild

Um das Tonerpulver als Druckbild dauerhaft auf dem Papier zu fixieren, wird es durch die Fixierwalze, auch Fuser genannt, erhitzt und auf dem Blatt fixiert. So entstehen dokumentenechte Druckergebnisse, welche alsdann in die Papierablage des Druckers transportiert werden, wo Sie sie als fertigen Ausdruck entnehmen können.

Der Resttonerbehälter für einen sauberen Laserdrucker

Wie weiter oben bereits erwähnt, gelangt überschüssiges Tonerpulver, welches für den Druck nicht benötigt wird, in einen Auffangbehälter. Dieser Resttonerbehälter muss natürlich hin und wieder gewechselt bzw. geleert werden. In den meisten Fällen bringt Ihnen der Drucker selbst eine Meldung, wann ein Tausch bzw. die Leerung erfolgen sollte. Versäumen Sie es, den Resttonerbehälter zu tauschen oder zu leeren, kann es passieren, dass der Drucker seiner Arbeit nicht mehr nachkommt und stark verschmutzt. Sollte dies der Fall sein, sollten Sie Ihren Laserdrucker reinigen. Es empfiehlt sich allerdings im Allgemeinen eine regelmäßige Reinigung des Geräts, um die Lebensdauer zu verlängern. Ist es an der Zeit, den Resttonerbehälter zu tauschen, finden Sie bei TintenCenter für viele Druckermodelle der bekannten Marken passenden Ersatz.

Möchten Sie den Resttonerbehälter leeren und reinigen, geben wir Ihnen einige Tipps und Tricks mit auf den Weg, wie Sie dabei vorgehen können. Tragen Sie für die Reinigung idealerweise Einweghandschuhe, um sich nicht mit Tonerpulver zu beschmutzen. Schützen Sie auch Möbel, Fußboden und die eventuelle Unterlage beispielsweise mit Zeitungspapier. Um den feinen Tonerstaub nicht einzuatmen, ist das Tragen einer Feinstaubmaske vorteilhaft. Nutzen Sie für die Entsorgung des Pulvers im Idealfall eine verschließbare Plastiktüte, in welche Sie die Öffnung des Behälters halten. Klopfen Sie nun vorsichtig auf dessen Rückseite bzw. Boden, um ihn komplett zu entleeren. Befindet sich das komplette Tonerpulver nun in der Plastiktüte, kann diese gut verschlossen dem Sondermüll zugeführt werden, denn Toner und Druckerpatronen entsorgen Sie nicht im gewöhnlichen Hausmüll.

Laserdrucker: Funktionsweise und Anwendungsgebiete

Gerade in Firmen und Büros, wo viel gedruckt wird, erfreuen sich Laserdrucker großer Beliebtheit.
Gerade in Firmen und Büros, wo viel gedruckt wird, erfreuen sich Laserdrucker großer Beliebtheit. © 146792845 – Jummie, depositphoto.com

Durch die besonders schnelle Arbeitsweise von Laserdruckern eignen sich diese vor allem in Büros mit hohem Druckaufkommen. Aber auch im Home-Office und privaten Gebrauch sind sie mittlerweile vielfach vertreten. Das liegt nicht zuletzt daran, dass das Verbrauchsmaterial auch bei längerem Nichtgebrauch ohne Weiteres verwendet werden kann. Anders als bei Tintenstrahldruckern, bei welchen nicht selten die Druckerpatrone eintrocknet. Zudem genießen Sie bei einem Laserdrucker niedrigere Druckkosten. Im Gegensatz zum relativ günstigen Toner gehört Druckertinte zu den teuersten Flüssigkeiten der Welt. Wenn Sie zusätzlich zu kompatiblem Toner und weiterem alternativen Zubehör für Ihren Laserdrucker greifen, können Sie Ihre Druckkosten noch weiter senken, ohne dabei auf qualitative Ausdrucke verzichten zu müssen.

Dabei überzeugt auch die hohe Reichweite der Tonerkartuschen viele Anwender. Denn meist können Sie mit nur einer Kartusche wesentlich mehr Seiten drucken als mit einer Tintenpatrone, was sich zusätzlich positiv in den Folgekosten widerspiegelt. Dabei erhalten Sie in den meisten Fällen dokumentenechte, gestochen scharfe und farbtiefe Ausdrucke. Ein Nachteil der Laserdrucker ist jedoch der im Vergleich zum Tintenstrahldrucker hohe Anschaffungspreis. Bedenken Sie jedoch stets, dass die Folgekosten und die Verwendung von kompatiblem Verbrauchsmaterial diesen Preis schnell aufwiegen können.

Vor allem die enorme Druckgeschwindigkeit der Laserdrucker wird gerade in Firmen mit sehr hohem Druckvolumen geschätzt. Abstriche in puncto Qualität müssen lediglich bei Fotodrucken gemacht werden, bei denen Tintenstrahldrucker bzw. spezielle Fotodrucker weiterhin kaum zu schlagen sind. Dennoch erhalten Sie auch hier sehr gute Ergebnisse, die sich eher bei professionellen Fotodrucken von den Ergebnissen eines Tintenstrahl- oder Fotodruckers unterscheiden. Unser Laserdrucker-Tintenstrahldrucker-Vergleich bietet Ihnen weitere Informationen zum Thema.

Sie können mit einem Laserdrucker viele verschiedene Medien bedrucken, sollten hier jedoch stets auf die Herstellerangaben achten. Vor allem hitzeempfindliche Materialien sind meist ungeeignet, aufgrund der hohen Betriebstemperaturen dieser Drucker. Informieren Sie sich entsprechend vorher in der Bedienungsanleitung oder auf der Herstellerseite, welche Medien Sie mit Ihrem Drucker bearbeiten können.

Farblaserdrucker: Funktionsweise und Unterschiede zum Monochrom-Drucker

Wie der Name bereits impliziert, arbeiten Farblaserdrucker nicht nur mit einer schwarzen Tonerkartusche, sondern mit weiteren Farben. Dabei richten sich diese nach dem CMYK-Farbmodell. Das bedeutet, neben Schwarz (Key) werden auch Cyan, Magenta und Gelb (Yellow) verwendet. Des Weiteren wird meist für jede Farbe eine Bildtrommel benötigt. Da die Farben auch für Dokumentendrucke verwendet werden, sollten Sie genau überlegen, wann ein Farbdruck wirklich notwendig ist, um Kosten zu sparen. Bei den meisten modernen Geräten können Sie den Farb- und Schwarz-Weiß-Druck manuell einstellen, sodass Sie keine Farbe verschwenden müssen. Auch so lassen sich dauerhaft Druckkosten senken. So können Sie beispielsweise auch in Graustufen drucken. Wenn Sie sich einen neuen Farblaserdrucker anschaffen möchten, können Sie darauf achten, dass Toner und Bildtrommel getrennt voneinander nachgekauft werden können, um auch hier Kosten zu sparen.

Der große Vorteil im Gegensatz zu Tintenstrahldruckern sind die sofort trockenen und wischfesten Ausdrucke, die zudem UV-beständig sind.

Tipp: Bei uns erfahren Sie auch, wie Sie RGB in CMYK umwandeln und weshalb dies hin und wieder sinnvoll und notwendig ist.

Laserdrucker: Funktionsweise mit Toner

Dass ein Laserdrucker nicht mit Tinte arbeitet, sollte nach den vorigen Abschnitten deutlich geworden sein. Das farbgebende Mittel stellt hier der Toner dar. Es handelt sich um ein sehr feines Pulver, welches geschmolzen und auf dem Papier fixiert wird. Die minimale Größe der einzelnen Tonerpartikel ermöglicht die Fließfähigkeit des Pulvers. Im Gegensatz zur Druckertinte ist das Tonerpulver ein trockenes Material, welches entsprechend nicht eintrocknen kann, sodass es nicht zum Verkleben der Tonerkartuschen kommt. Aus diesem Grund ist es auch praktisch unbegrenzt haltbar. Dennoch sollten Sie einige Dinge für die Haltbarkeit von Toner beachten. Dazu gehört zum Beispiel eine kühle und trockene Umgebung.

Fazit zur Funktionsweise von Laserdruckern

Laserdrucker eignen sich durch Ihre Funktionsweise besonders für Büroumgebungen mit hohem Druckaufkommen, sind aber auch aus dem Privatgebrauch kaum mehr wegzudenken, da sie im Gegensatz zu Tintenstrahldruckern wartungsärmer sind, vor allem dann, wenn Sie auch über einen längeren Zeitraum stillstehen. Es besteht hier nicht die Gefahr, dass das Verbrauchsmaterial eintrocknet. Die nahezu unbegrenzte Haltbarkeit der Toner trägt außerdem zur Beliebtheit dieser Geräte bei, sodass es sich lohnen kann, wenn Sie sich bezüglich des Verbrauchsmaterials einen Vorrat anlegen. Dabei ist es immer gut zu wissen, wie der eigene Laserdrucker in etwa funktioniert, um gegebenenfalls Problemen entgegenzuwirken. So sollten Sie wissen, wie Sie einen Toner wechseln und, dass eine regelmäßige Reinigung die Lebensdauer Ihres Geräts erhöht. Beachten Sie dabei, dass ein Laserdrucker mit einer wesentlich höheren Betriebstemperatur arbeitet als beispielsweise ein Tintenstrahldrucker. Eine Säuberung sollte daher erst nach einer gewissen Zeit der Abkühlung nach dem letzten Druck erfolgen.

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