Drucker für Studenten: Auswahl, Infos und Sparpotentiale

Drucker für Studenten
Drucker für Studenten | © Antonioguillem – Fotolia.com

Auch wenn sich Ausdrucke und Kopien für Studenten kostengünstig an der Uni selbst oder auch in Copy-Shops erledigen lassen, gibt es einige gute Gründe, die für die Anschaffung eines eigenen Druckers sprechen. Allerdings sitzt das Geld unter der studierenden Bevölkerung meistens nicht gerade locker, weswegen immer auf ein optimales Preis-Leistungs-Verhältnis geachtet und auch die Folgekosten nach dem Erwerb des eigenen Druckers nicht außer Acht gelassen werden sollten. Tipps und Anregungen, um den passenden Drucker für Studenten zu kaufen, gibt es in diesem Artikel.

Was spricht für einen eigenen Drucker für Studenten?

Bei den heutigen Preisen für Ausdrucke und Kopien sowie bei den Rabatten, von denen Studenten aufgrund ihres Status profitieren können, erscheint es zunächst nicht sinnvoll, sich einen eigenen Drucker anzuschaffen, denn selbst bei einem überdurchschnittlichen Druckvolumen wird es sehr lange dauern, bis sich der Kauf vollständig amortisiert hat. Das Argument „Unabhängigkeit“ hingegen dürfte viele Studierende überzeugen oder zumindest den Kauf eines eigenen Druckers in Erwägung ziehen lassen. Denn Kopierläden, Bibliotheken und auch die Universitäten selbst haben Öffnungszeiten, außerhalb derer die Geräte nicht benutzt werden können.

Hinzu kommen oft lange Wartezeiten, insbesondere dann, wenn alle ihre Hausarbeit, Hand-Outs etc. zur gleichen Zeit benötigen. Und wenn man selbst schon sehr spät dran ist und erst in der Nacht vor der Abgabe dazu kommt, seinem überfälligen Essay den letzten Schliff zu geben, ist die Vorstellung, am nächsten Morgen mit dem selbst ausgedruckten Exemplar zur Uni fahren zu können, anstatt krampfhaft recherchieren zu müssen, welcher Copy-Shop als Erstes aufmacht, doch sehr angenehm.

Welche Drucker sind für Studenten geeignet?

Ist die Entscheidung erst einmal getroffen, einen eigenen Drucker anzuschaffen, stehen Studentinnen und Studenten vor der Qual der Wahl: welches Gerät soll es sein? Gerade wenn es sich um den ersten eigenen Drucker handelt, fällt es oftmals sehr schwer, unter den vielen Modellen auf dem Markt das Optimum auszuwählen. Einige Vorüberlegungen können diese Auswahl aber schon bedeutend einschränken.

All-in-One-Drucker für Studenten

Darf es ein bisschen mehr sein? Wenn schon Geld investiert wird, dann aber auch für das ganze Programm – dies könnte das Motto der sogenannten Multifunktionsdrucker sein, die wir hier an erster Stelle erwähnen möchten. Denn der Vorteil dieser Geräte, die auch gerne mal als All-in-One-Drucker bezeichnet werden, liegen klar auf der Hand: mit so einem Allrounder wird die Unabhängigkeit gleich noch einmal größer. Denn mit diesen multifunktionalen Geräten lässt sich nicht nur drucken, sondern auch kopieren, scannen und, auch wenn das etwas antiquiert erscheint, in manchen Fällen auch faxen.

Wer sich also beispielsweise schnell ein Lehrbuch eines Kommilitonen ausgeliehen hat, um sich ein paar relevante Kapitel zu kopieren, dieser das Buch aber unbedingt sofort wiederhaben will, ist mit einem Multifunktionsgerät gut beraten. Auch wenn die Studienbescheinigung unbedingt noch beim BAföG-Amt eingereicht werden muss, aber der Weg zu weit erscheint beziehungsweise man gerade ein schwer zu erledigendes Arbeitspensum zu verzeichnen hat und den heimischen Schreibtisch nur ungern verlassen würde: Bescheinigung einfach einscannen und per E-Mail an die Sachbearbeiterin schicken. Dies sind nur zwei von zahlreichen Fallbeispielen, in denen ein All-in-One-Drucker für Studenten genau die richtige Wahl sein kann.

Tintenstrahldrucker oder Laserdrucker?

Ob es nun ein Multifunktionsdrucker wird oder nicht: die Entscheidung, ob sich ein Laser- oder doch eher ein Tintenstrahldrucker lohnt, muss so oder so getroffen werden. Beide Technologien haben wiederum ihre Vor- und Nachteile.

Tintenstrahldrucker für Studenten: Kosten, Pros und Cons

Der Trend geht nicht nur unter Studenten oft zum Tintenstrahldrucker, denn der geringe Anschaffungspreis ist oft sehr verlockend. Einfache Modelle sind schon ab etwa 50 Euro zu haben; ein Multifunktionsgerät auf Tintenstrahlbasis gibt es ab etwa 80 Euro. Allerdings sollten die Folgekosten bedacht werden, denn mit hohen Preisen für Tintenpatronen versuchen die Hersteller, die geringen Kosten für die Geräte wieder hereinzuholen (das gleiche Prinzip wie bei Gilette, Wilkinson und Co.: die Rasierer sind spottbillig; für die Klingen jedoch, die regelmäßig nachgekauft werden müssen, kann man ein Vermögen ausgeben). Zwischen 2 und 6 Cent kostet eine ausgedruckte Seite in Schwarzweiß durchschnittlich; der Farbdruck ist wesentlich teurer. Daher ist es ratsam, kompatible Druckerpatronen zu verwenden oder zumindest XXL-Patronen des Originalherstellers zu kaufen, die eine hohe Reichweite besitzen.

Drucker für Studenten
Tintenstrahldrucker sind für den Foto- und Grafikdruck besonders gut geeignet | © jongsanguan – Fotolia.com

Vorteile

  • Kompaktheit: Tintenstrahldrucker sind meistens kleiner und handlicher als Laserdrucker. Daher finden sie leichter Platz auf Schreibtischen und in kleineren Zimmern.
  • Fotos und Grafiken: Wenn die Ausdrucke öfter über bloße Textdokumente in Schwarzweiß hinausgehen, ist der Druck mit Tinte dem Laserdruckverfahren nach wie vor haushoch überlegen. Daher sind diese Modelle gerade für Studenten im Grafik-und Designbereich geeignet.
  • Geringer Verschleiß: Während bei Laserdruckern Einzelteile wie die Trommeleinheit oder der Resttonerbehälter regelmäßig ausgetauscht werden müssen, was weitere Kosten verursacht, sind beim Tintenstrahldrucker ausschließlich die Patronen zu wechseln, wenn diese leer sind.

Nachteile

  • Eintrocknen: Wird der Drucker nicht regelmäßig benutzt, trocknet die Tinte in den Patronen ein, was zu unsauberen Ausdrucken oder schlimmstenfalls zum Ausfall des Druckers führen kann. Es ist daher wichtig, dann und wann eine Testseite auszudrucken, wenn das Gerät ansonsten für längere Zeit unbenutzt bleibt. Wenn eine Druckerpatrone eingetrocknet ist, muss sie mühsam gereinigt werden.
  • Haltbarkeit der Ausdrucke: Viele Tinten sind nicht archivfest. Das bedeutet: mit der Zeit bleichen die Ausdrucke aus und sind nicht mehr farbecht. Selbstverständlich gibt es auch hier hochwertige Produkte, die besser halten als billige Tinten; diese kosten natürlich auch wieder mehr Geld.

Laserdrucker für Studenten: Kosten, Pros und Cons

Im Falle eines Laserdruckers verhält sich die Sache umgekehrt: während das Gerät deutlich teurer in der Anschaffung ist als ein Tintenstrahldrucker, lässt sich in der Folge sparen. Kleinere Drucker für Studenten aus dieser Kategorie gibt es zwar bereits ab circa 70 Euro; aber gerade beim Laserdrucker muss beim Kauf genau auf den Funktionsumfang geachtet werden. Mit steigenden Anforderungen (Duplexdruck, Farbdruck und multiple Funktionen wie Faxen, Scannen und Kopieren) wird die 200-Euro-Marke schnell überschritten. Die benötigten Toner sind (zumindest im Original) auch nicht billig, aber dafür sehr ergiebig, was die Druckkosten insgesamt gering hält und sich langfristig rentiert.

Vorteile

  • Geschwindigkeit: Wer es mit dem Druck eilig hat, trifft mit einem Laserdrucker die richtige Wahl, denn er druckt die in Auftrag gegebenen Seiten spürbar schneller aus als ein Tintenstrahldrucker.
  • Niedrige Druckkosten: Wie bereits erwähnt, sind die Druckkosten bei Laserdruckern wesentlich geringer. Dies ist besonders dann für Studenten von Vorteil, wenn diese umfangreiche Textdokumente wie Hausarbeiten etc. ausdrucken wollen. Hierfür reicht die Druckqualität eines Laserdruckers nämlich völlig aus.
  • Haltbarkeit: Da der Toner per Laser auf das Papier „eingebrannt“ wird, ist ein Ausbleichen im Lauf der Zeit quasi ausgeschlossen.

Nachteile

  • Hoher Energiebedarf: Ein Laserdrucker verbraucht durchschnittlich bis zu 500 Watt Strom, wenn er in Betrieb ist, was gegenüber dem durchschnittlichen Verbrauch von Tintenstrahldruckern (circa 13 Watt) eine brachiale Steigerung bedeutet.
  • Zusätzliche Kosten durch Einzelteile: Bei Laserdruckern müssen Einzelteile wie Bildtrommel und Resttonerbehälter regelmäßig ausgetauscht werden, was zusätzliche Kosten verursacht. Mit kompatiblen Teilen lässt sich aber auch hier effizient sparen.
Drucker für Studenten
Wer vorrangig Textdokumente in Schwarzweiß druckt, ist mit einem Laserdrucker gut beraten | © schab – Fotolia.com

Wer sich noch eingehender mit den Vor-und Nachteilen der beiden Druckertypen auseinandersetzen möchte, findet in unserem umfangreichen Artikel „Laserstrahldrucker versus Tintenstrahldrucker: Ein Vergleich“ Antworten auf seine Fragen.

Features für den Drucker: Studenten und ihre Ansprüche

Nachdem wir uns mit den allgemeinen Vor- und Nachteilen der einzelnen Druckerklassen beschäftigt haben, soll es nun noch um die verschiedenen Extras gehen, die in den Geräten enthalten sind beziehungsweise sein können. Da sich diese Features meistens auch in den Anschaffungskosten wiederspiegeln, ist es hilfreich, sich im Vorfeld Gedanken darüber zu machen, was man benötigt und was nicht. Hier nun die wichtigsten Dinge in der Übersicht.

Monochrom- oder Farbdruck?

Wie anhand der Geräteklassen bereits angedeutet, kostet ein Farbdrucker immer ein bisschen mehr. Wer schon von vornherein weiß, dass er/ sie das Gerät ohnehin nur für das Ausdrucken von Textdokumenten benötigt, kann sich diese Funktion sparen und einen Schwarzweiß-Drucker kaufen. Dabei lässt sich auch an den Druckkosten sparen, da so nur noch eine Art von Druckerpatrone beziehungsweise Tonerkartusche gekauft werden muss.

Duplexdruck

Wunderbar für Umwelt und Portemonnaie: das doppelseitige Bedrucken von Papier, auch Duplexdruck genannt. Ein Drucker, der über diese Funktion verfügt, wendet das Papier im Zuge des Druckvorgangs automatisch und bedruckt Vorder- und Rückseite eines Blattes.

WLAN

Da WLAN im Zeitalter von Smartphone, Tablet und Co. ohnehin nicht mehr wegzudenken ist, verfügen auch viele Druckermodelle heutzutage über eine entsprechende Schnittstelle. Der Vorteil (neben dem Wegfall eines weiteren störenden Kabels): der Drucker lässt sich problemlos über mobile Endgeräte sowie Laptops ansteuern und kann dadurch von mehreren Nutzern gleichzeitig betrieben werden. Somit lohnt es sich auch, als Studenten-WG über den Erwerb eines gemeinsamen Druckers nachzudenken. Mit mehreren Personen tut auch die Anschaffung nicht mehr so im Geldbeutel weh.

Touchscreen

Da das Thema Smartphone und Tablet gerade angesprochen wurde: Am Drucker macht sich ein Touch-Display natürlich ebenfalls schön und benutzerfreundlich aus. Hier geht es aber eher um Bequemlichkeit; althergebrachte Knöpfe tun es natürlich auch.

Druckerkauf: Studentenstatus nutzen

Ein Vorteil, den das Studentenleben mit sich bringt, ist der Umstand, dass man zwar nicht überall, aber immerhin häufig nicht den vollen Preis für Dienstleistungen und Waren bezahlen muss. Auch Elektrofachgeschäfte und zum Teil Druckerhersteller selbst gewähren Studenten Rabatte auf Ihren Einkauf. Wir haben ein wenig recherchiert und listen hier einige Fundstücke auf.

Studentenrabatt bei Epson

Wer sich als Student für einen Drucker des Herstellers Epson entscheidet, erhält beim Kauf im Online-Store des Unternehmens 20% Rabatt. Dazu muss natürlich eine digitale Kopie des Studentenausweises eingereicht werden. Weitere Informationen gibt es auf der Webseite von Epson.

HP Education Store

Der Technik-Hersteller Hewlett & Packard bietet exklusive Angebote und Sonderaktionen für Schüler und Studenten an. Um diese nutzen zu können, ist eine Registrierung im HP Education Store erforderlich.

Cashback bei Canon

Der Hersteller Canon hat seine Cashback-Aktion für Studenten verlängert (vorerst bis zum 30.06.2018) und gewährt 75 Euro Casback auf den Pixma Pro-10s sowie 50 Euro Cashback auf den Pixma Pro-100s. Hier geht’s zur Canon-Studentenaktion.

Rabatte bei notebooksbilliger.de

Der große Online-Händler nootebooksbillger.de bietet im Rahmen seiner Campus Deals regelmäßig lohnenswerte Rabatte auf Laptops, Tablets, Software und auch Hardware. Derzeit sind viele Epson-Modelle mit einem Studentenrabatt versehen. Infos und eine Produktübersicht gibt es unter https://www.notebooksbilliger.de/studentenprogramm

Fazit: Gut überlegt ist halb gewählt!

Da der Drucker im Idealfall durch das gesamte Studium (und ggf. auch darüber hinaus) als Begleiter dienen soll, ist eine umfangreiche Reflektion der eigenen Bedürfnisse und eine gründliche Sichtung des Angebots unerlässlich. Ein verfrühter Kauf, dessen einziger Anreiz der günstige Preis war, kann zu schnell zu Frustration führen. Ein paar Euro mehr in einen Drucker für Studenten zu investieren lohnt sich immer, wenn dafür das Gerät ins Haus kommt, das die eigenen Anforderungen in Gänze erfüllt und auch die Folgekosten in einem zumutbaren Rahmen hält. Wer seine perfekte Studenten-WG bereits gefunden hat und dort keinen Drucker vorfindet, hat eventuell die Möglichkeit, seine Mitbewohner einzubeziehen und so ein tolles Gerät zu erwerben, von dem alle Beteiligten profitieren werden.

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