Duplexdruck – Funktion, Nutzen und Wissenswertes

Duplexdruck – Funktion, Nutzen und Wissenswertes
Duplexdruck – Funktion, Nutzen und Wissenswertes

Während das Wort „Duplexdruck“ im strengeren Sinne zwei verschiedene Vorgänge beschreibt, verstehen Nutzer und Kunden heutzutage vor allem das beidseitige Bedrucken von Papier über ein Druckgerät darunter. Über dieses Verfahren geht es in diesem Artikel.

Wie funktioniert Duplexdruck?

Letztendlich herrscht hinsichtlich der Funktionsweise von Duplexdruck mittels Laser- oder Tintenstrahldrucker sicherlich kein großer Klärungsbedarf: um Papier zu sparen, wird vor allem fortlaufender Text, der sich über mehrere Seiten hinzieht, auf Vorder-und Rückseite der Blätter gedruckt.

Ein wesentlicher Unterschied besteht zwischen den beiden Optionen, die sich hinsichtlich des Duplexdrucks in modernen Druckern und Multifunktionsgeräten ergeben. Dabei handelt es sich um folgende Verfahren.

Automatischer Duplexdruck

Die komfortablere Variante schlägt sich selbstverständlich auch im Preis des Druckers nieder, erlaubt jedoch auch schnelleres und unkomplizierteres Arbeiten. Wie der Name bereits andeutet, funktioniert das beidseitige Bedrucken des Papiers hier ohne ein weiteres Zutun des Nutzers: das Blatt wird zunächst auf der Vorderseite bedruckt und sodann im Gerät gewendet. Anschließend erfolgt die Bedruckung der Rückseite. Größere Drucker, die in der Regel nicht für den Heimgebrauch ausgelegt sind und zwei integrierte Druckwerke besitzen, können sogar gleichzeitig Vorder- und Rückseite bedrucken, so dass das Wenden obsolet wird.

Manueller Duplexdruck

Der Druckertreiber sorgt im ersten Arbeitsschritt dafür, dass sämtliche Vorderseiten bedruckt werden. Anschließend wird der Nutzer dazu aufgefordert, das Papier zu wenden und es wieder in die Papierkassette zu legen. Nach einer Bestätigung, dass dies erfolgt ist, wird der Druck auf den Rückseiten fortgesetzt und abgeschlossen.

Duplexdruck am Arbeitsplatz

Größere Laserdrucker oder Multifunktionsdrucker, die in Büros, Druckcentern und Firmen im Allgemeinen eingesetzt werden, verfügen heutzutage in der Regel über eine Duplexeinheit. Der Hauptgrund liegt selbstverständlich in der potentiellen Papierersparnis, die durch dieses Druckverfahren ermöglicht wird. Trotz der Idee des „papierlosen Büros“, welches bei Arbeitgebern und Arbeitnehmern gleichermaßen immer mehr Zustimmung und Anklang findet, geht das Druckvolumen in den Betrieben statistisch gesehen eher hoch als zurück. Gleichzeitig ist und bleibt Papier ein wertvoller Rohstoff, mit dem ein schonender und nachhaltiger Umgang angemessen ist. Allein aufgrund dieser Tatsachen ist die Anschaffung eines Geräts, das den doppelseitigen Druck beherrscht, durchaus sinnvoll.

Abgesehen davon ist aber auch die Erstellung semi-professioneller Druckerzeugnisse ein Aspekt, der für den Einsatz von Laser- oder Tintenstrahldruckern mit Duplexeinheit in Unternehmen spricht. So ist zum Beispiel Broschürendruck ein regelmäßiges Thema für Firmen. Je nach dem Grad der Professionalität, den derlei Produkte erreichen müssen (weil sie zum Beispiel auf  Messen ausgelegt oder Kunden bei Bestellungen in die Pakete gelegt werden), ist es unter Umständen unvermeidlich, einen externen Dienstleister mit dem Druck zu beauftragen. Nichtsdestotrotz ist die Erstellung von derartigen Papiererzeugnissen bis zu einem gewissen Grade auch mit einem firmeninternen Printer möglich, der den doppelseitigen Druck beherrscht. Dabei kann es sich beispielsweise um Broschüren oder Handouts für den firmeninternen Gebrauch handeln.

Duplexdruck nutzen: Einstellungen und Fallstricke

Die Integration von Duplexeinheiten ist selbstverständlich nicht nur einem Hersteller, geschweige denn einem einzigen Druckermodell vorbehalten. Hinzu kommt, dass Drucker natürlich für unterschiedliche Betriebssysteme eingerichtet werden können, die sich in Ihren Einstellungen und Operatoren zum Teil grundlegend voneinander unterscheiden. Insofern ist es nicht möglich, Ihnen hier ein pauschales Einrichtungstutorial  zu präsentieren beziehungsweise Ihnen die Feinheiten für die Duplexdruck-Einstellungen des von Ihnen genutzten Druckers zu erklären. Vielmehr können an dieser Stelle lediglich allgemeine Hinweise gegeben werden, die sich in der Regel gut auf die einzelnen Systeme übertragen lassen.

Zur Aktivierung der Duplexeinheit müssen Sie im Drucker-Menü die entsprechende Option suchen.  Im Falle des Betriebssystems Windows kann dies wie folgt aussehen:

  • Klick auf den Start-Button (links unten auf dem Desktop)
  • Wählen Sie in der rechten Leiste den Punkt „Geräte und Drucker“
  • Durch einen Klick auf den Drucker, der auf Duplexdruck um- beziehungsweise eingestellt werden soll, wird das Gerät ausgewählt
  • Über einen Klick auf die rechte Maustaste werden Ihnen nun einige Kontextoptionen angezeigt, unter anderem die Druckeinstellungen
  • In den Druckeinstellungen lässt sich der Duplexdruck nun aktivieren

Über die Eingabe „Duplexdruck für iOS aktivieren“ oder entsprechend „Duplexdruck bei Linux aktivieren“ bei einer Suchmaschine Ihrer Wahl werden Sie sicher zahlreiche hilfreiche Beispiele finden.

Haben Sie die Einstellung des Duplexdruck wie beschrieben aktiviert, kann es im Prinzip losgehen – vorausgesetzt, Sie haben einen Laser- oder Tintenstrahldrucker, der über automatischen Duplexdruck verfügt. Sollte dem nicht so sein und die Funktion nur mittels manueller Mithilfe verfügbar ist, muss das Papier (wie bereits weiter oben ausgeführt) wieder in die Papierkassette gelegt werden, nachdem die Vorderseiten gedruckt worden sind. Besonders wichtig in diesem Fall: das Papier in der richtigen Ausrichtung in die Kassette zu legen!

Schauen Sie vorher nach, wie der Einzug des Druckers funktioniert oder behelfen Sie sich, in dem Sie vor dem Start des gesamten Druckprozesses eine kleine Markierung mit Bleistift auf das oberste Blatt Papier in eine der unteren Ecke machen, bevor der Druckauftrag gestartet wird. Nachdem die Blätter bedruckt sind, müssen Sie sie nur so herum wieder einlegen, dass die Markierung erneut unten liegt, jedoch auf der Ihnen abgewandten Seite.

Wartezeiten und Verzögerungen

Die Papiereinsparungen, die durch den Duplexdruck erzielt werden können, haben bisweilen auch Ihren Preis. Wenn jedoch ein paar Dinge beachtet werden, lassen sich derartige vermeintliche Probleme leicht vermeiden und verschmerzen.

Wenn der Duplexdruck über einen Tintenstrahldrucker erfolgt, kommt es zu längeren Wartezeiten. Abgesehen davon, dass der Druck mit Tinte allgemein etwas länger dauert als mit Toner, braucht es auch etwas länger, bis die Tinte getrocknet ist und der Druck auf der Rückseite fortgesetzt werden kann. Mit einem Laserdrucker geht das Procedere schneller von statten, aber dennoch sind Wartezeiten nicht zu vermeiden, da das Papier so oder so zweimal eingezogen werden muss.

Der vermehrte Einzug kann in Einzelfällen oder bei unregelmäßig gewarteten Druckern auch die Gefahr steigen, dass es zu Stockungen der Papierzufuhr kommt oder Papierstau entsteht. In so einem Fall sollten Sie unbedingt den Anweisungen der Bedienungsanweisung folgen. Wenn die Probleme häufig auftreten, sollten Sie den Kundendienst kontaktieren.

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