Warum sind bei einem neuen Drucker die Patronen schnell leer?

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Epson Stylus Office Drucker

Etwa alle zwei bis drei Jahre erwerben die Bundesbürger durchschnittlich einen neuen Drucker. Viele von ihnen berichten über anfängliche Schwierigkeiten. Insbesondere das die Patronen schnell leer sind wirkt lästig. Woran liegt es aber, dass diese derart rasch ihre Tinte vergeudet?

Noch neu – oder schon defekt?

Da steht er nun, der neue Drucker. Eigentlich sollte er nach der Installation der Software und der Ausrichtung der Toner seine Arbeit beginnen und – hoffentlich – für die nächsten Jahre reibungslos seinen Dienst erfüllen. Von gelegentlichen Wechseln der Patrone einmal abgesehen. Aber kaum sind etwa 15 bis 20 Blätter ausgedruckt worden, da kommt es bereits zu ersten Mängeln. Die Farben verblassen, einzelne Zeilen werden unleserlich beschrieben, ganze Absätze fehlen – und kurz darauf tut sich gar nichts mehr. Gerade Laien eröffnet sich dabei schnell der Verdacht, das neue Gerät könne bereits defekt sein. Doch der Anruf in der Serviceabteilung bleibt ergebnislos. Die Ursache muss also woanders gesucht werden.

Sind die wirklich Patronen leer?

Meist hilft es in diesem Fall, die eingesetzten Toner oder Tintenpatronen einmal zu wechseln. Auch, wenn die bisher benutzten noch neu sind. Und siehe da, der Drucker arbeitet wieder ohne Probleme und kann plötzlich auch deutlich mehr Seiten beschreiben als zuvor. Worin aber liegt der Anlass dafür, dass der neue Printer anfangs mehr Tinte als nötig verbraucht hat? Die Antwort liegt indes nicht im verschwenderischen Umgang des Gerätes, sondern in den Patronen selbst. Sie waren nicht bis zur maximalen Füllhöhe ausgelastet, sondern wurden lediglich zu zehn bis 20 Prozent mit Tinte betankt. Ein Vorgehen, das nicht eben selten vorkommt – und das bei den Herstellern mittlerweile nach System verfolgt wird.

Eine Frage des Preises

Gegenwärtig lassen sich auf dem Markt vielzählige Modelle finden, die vom simplen Drucken bis hin zu multifunktionalen Aufgaben unterschiedliche Tätigkeiten verrichten. Insbesondere das Segment der Privatkunden ist dabei heiß umkämpft. Für die Anbieter ergibt sich daraus die Notwendigkeit, die Preise möglichst niedrig anzusetzen. Bereits fünf bis zehn Euro Unterschied in der Kaufsumme können die Entscheidung des Interessenten für das eine und somit gegen das andere Gerät beeinflussen. Denn in der Leistung gibt es nur marginale Differenzen – die beim üblichen Gebrauch ohnehin nicht ins Gewicht fallen. Gespart wird folglich an den Patronen. Genauer gesagt: Je weniger Tinte diese enthalten, desto eher gelingt es, den Preis zu senken.

Die Setup-Patronen

Bei vielen Herstellern hat sich in den letzten Jahren das Vorgehen durchgesetzt, den fabrikneuen Drucker beim Verkauf nicht mit einem herkömmlichen Toner oder Patrone zu bestücken, sondern eher die sogenannten Setup-Patronen mitzuliefern. Diese sind nur geringfügig gefüllt – lediglich etwa zehn bis 20 Prozent der möglichen Auslastung wird genutzt. Doch noch ein weiterer Unterschied ergibt sich: Auch die Tinte selbst kann von jener der üblichen Patronen geringfügig abweichen.

Meist ist der Gehalt an farblichen Partikeln ein wenig geringer und der Anteil an Trägerflüssigkeit etwas höher, wodurch die Ausdrucke im Regelfall weniger Qualität besitzen – und gerade für hochwertige Arbeiten wie Fotos nicht genutzt werden können. Die Setup-Patronen verfolgen aber einen anderen Zweck. Je Schneller die Patronen leer sind desto schneller verdient der Hersteller wieder am Druckerzubehör.

Zur Ausrichtung des Geräts geeignet

Das Problem ist vielen Nutzern bekannt: Nach jedem Wechsel der Patronen druckt der Printer erst einmal einige Seiten mit Mustern und kryptischen Motiven, die sodann für die Ausrichtung der Toner genutzt werden. Eine simple Tätigkeit, die sparsam in der Zeit und im Aufwand ist – aber eben doch zwei bis drei Blatt Papier nebst Tinte vergeudet. Die Idee der Hersteller in diesem Fall lautet also: Lieber setzt man für diesen Prozess eine Setup-Patrone ein, deren Sinn ohnehin nur darin besteht, die Kalibrierung zu gewährleisten. Die hochwertige Tinte in den herkömmlichen Kartuschen muss für diese notwendige Aufgabe folglich nicht mehr verschwendet werden – woraus sich eine Kostenersparnis ergibt.

Es geht nicht ohne

Doch bei den Herstellern ist mittlerweile noch eine weitere Tendenz zu erkennen. Sie beschreiben den Chip der Patronen dergestalt, dass lediglich die Setup-Toner zur Ausrichtung des Druckers genutzt werden können. Wer also noch vor der Kalibrierung eine normale Kartusche einlegt, wird zu keinem Erfolg kommen. Denn das Gerät kann in diesem Falle nicht erkennen, was es nun eigentlich zu tun hat und dass es seine Funktionen optimal einstellen müsste. Diese Informationen erhält es erst über die an den Setup-Patronen befindlichen Platinen. Der Endnutzer ist daher darauf angewiesen, beide Varianten der Toner zu erwerben – anderenfalls wird er das Gerät nicht für den ihm übertragenen Zweck verwenden können.

Beim Kauf daran denken

Wer nun also im Elektronikhandel oder über das Internet einen neuen Drucker erwirbt und diesen schnellstmöglich nutzen möchte, sollte künftig einplanen, dass er mit den mitgelieferten Setup-Kartuschen nur eine geringe Anzahl an Blättern beschreiben kann. Und das auch noch in einer schlechteren Qualität, die für umfangreiche und hochwertige Arbeiten nicht taugt. Ebenso sollte geschaut werden, ob sich in der Artikelbeschreibung des Druckers explizit die Aussage befindet, dass Setup-Patronen enthalten sind. In diesem Falle lohnt es sich, direkt ein bis zwei herkömmliche Toner zu erwerben und mit diesen – nach erfolgter Ausrichtung des Geräts – dann über Wochen oder sogar Monate hinweg fehlerfrei drucken zu können.

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2 Kommentare

  1. Sehr guter Bericht, leider sieht die Realität etwas anders aus. Trotz Reklamation beim Vertreiber noch beim Hersteller des Druckers
    konnte oder wollte man mir nicht weiterhelfen. Zwar bemühte man sich
    um viel technisches Geplänkel aber heraus kam dabei nichts.
    Kein Wunder das der Kunde dann auf Alternativen (Druckerpatonen)
    zugreift.

    mit freundlichen Grüßen
    Dieter Schreil

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