Wie drucke ich mit meinem Tablet?

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Die technischen Errungenschaften der letzten Jahre haben das Leben vieler Menschen vereinfacht. Mit dem Handy oder dem Tablet können wir heute zu jeder Zeit im Internet einkaufen gehen, die neuesten Nachrichten abrufen oder das Fußballspiel selbst ohne Fernseher verfolgen. Mehr noch, wir treten mit Freunden und Kollegen rund um die Uhr in Kontakt, um vielleicht die aktuellen Urlaubsfotos auszutauschen oder online die Einladung zum nächsten Geburtstag zu überreichen. Doch wie lassen sich solche Dateien eigentlich ausdrucken?

Noch immer herrscht das Vorurteil, das Tablet könne mit herkömmlichen Druckern nicht verbunden werden. Das jedoch ist falsch, wobei es mitunter notwendig sein dürfte, die vorhandene Hardware sowie die auf dem mobilen Gerät installierte Software für diesen Zweck anzupassen. Dabei ist stets im Einzelfall zu entscheiden, welche Maßnahmen ergriffen werden müssen. Zudem lassen sich mit Hilfe der technischen Unterstützung viele Probleme schnell beheben. Das Ausdrucken von Dokumenten, Bildern oder Briefen gelingt daher auch vom Tablet aus ebenso mühelos wie hochwertig.

Mit den meisten Druckern kompatibel

Zunächst muss festgestellt werden, ob zwischen dem Drucker und dem Tablet überhaupt eine Verbindung hergestellt werden kann. Das sollte immer dann der Fall sein, wenn nicht mehr als zehn bis 15 Jahre Altersunterschied zwischen beiden Geräten liegen. So kann es heute also bereits vorkommen, dass sich ein Drucker, der zur Jahrtausendwende erbaut wurde, zwar an das Tablet anschließen lässt, der Druckvorgang aber dennoch nicht ausgeführt wird.

Das liegt in der Regel an den nicht mehr vorhandenen Treibern, die der Printer benötigt, um den Auftrag ordnungsgemäß zu erkennen. Oftmals stellen die Hersteller zwar über viele Jahre hinweg die gewünschte Software zur Verfügung. Sie kann auf der Homepage sowie über den Service des Fabrikats erworben oder direkt heruntergeladen werden. Je weniger Drucker aber in den Verkauf kommen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass keine aktuellen Treiber mehr verfügbar sind.

Die Verbindung herstellen

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Soll der Druckvorgang ausgeführt werden, muss zunächst der Printer mit dem Tablet verbunden werden. In der Regel geschieht das über ein sogenanntes USB-Kabel. Doch Vorsicht, auf den mobilen Geräten wird sich der dafür benötigte Anschluss unter Umständen nicht allzu schnell finden lassen. Häufig liegt ein solcher Port zwar vor, wurde aber in der Größe reduziert. Er ähnelt nun jenen USB-Anschlüssen, die in kleinerer Form auch am Handy erkennbar sind. Das jedoch muss kein Problem darstellen.

Im Fachhandel sollte allerdings ein USB-Host-Kabel oder ein OTG-USB-Adapter erworben werden. Mit ihm ist es möglich, ein Verbindungsstück zwischen dem großen USB-Anschluss des Druckers zu dem Port des Tablets zu erzeugen. Werden die entsprechenden Kabel nun ordnungsgemäß in die vorgesehene Steckvorrichtung gebracht und der Printer angeschaltet, so wird er nach wenigen Sekunden bereits als verfügbares externes Gerät auf dem Tablet angezeigt. Hier wäre nun auch eine Aktualisierung der zuvor genannten Treiber möglich.

Mit der passenden Software

Wurde die Verbindung zwischen beiden Geräten hergestellt, so müsste der Drucker nach wenigen Augenblicken von dem Tablet erkannt werden – und in diesem Falle die Anwendung der entsprechenden Software empfehlen. Aber auch hierbei kann es zunächst zu Problemen kommen. Gerade die älteren Tablets besitzen in ihrem Betriebssystem kein fest installiertes Programm, um Bilder, Dokumente oder Ähnliches auszudrucken. In solchen Situationen ist es daher nötig, eine zusätzliche App herunterzuladen.

Sie lässt sich in der Regel beim Hersteller des Betriebssystems finden und sollte kostenfrei zugänglich sein. Im App-Store werden somit der Name und die genaue Bezeichnung des Printers in die Suchmaske eingegeben – die passende Software steht sodann zur Verfügung und kann als solche ausgeführt werden. Ist das geschafft, besteht zwischen dem Drucker und dem Tablet die Verbindung vollständig. Beide Seiten können nun miteinander agieren und kommunizieren. Scan- und Druckaufträge sind damit möglich.

Auswahl und Veränderung

Zum Drucken eines Bildes wird zunächst der Ordner geöffnet, in dem dieses auf dem Speicher des Tablets abgelegt wurde. Mit der Steuerung können aber auch mehrere Dateien angeklickt und somit dem Printer zugänglich gemacht werden. Die App, die für den Transport der Daten an den Drucker zuständig ist, erlaubt im Regelfall gleichermaßen das spontane Bearbeiten der Fotos. Das ist vor allem dann wichtig, wenn Ränder eingefügt, nachträgliche Belichtungen vorgenommen oder Ausschnitte aus einem Motiv gewählt werden sollen.

Welchen Umfang die Apps hinsichtlich ihrer Leistung anbieten, ist aber zwischen den jeweiligen Herstellern verschieden. Wer daher besonders häufig die Bildauswahl bearbeiten möchte, sollte sich für eine Software entscheiden, die möglichst viele Optionen beinhaltet. In jedem Falle muss aber darauf geachtet werden, dass der Druckauftrag letztlich wie gewünscht an den Printer weitergegeben wird. Kommt es hierbei zu Abweichungen, wird also das Bild nicht wie gewünscht auf Papier gebannt, sollten abermals die Treiber oder die App selber aktualisiert werden.

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Moderne Geräte, moderne Software

Gerade bei den Tablets zeigt sich der technische Aufschwung deutlich. Geräte, die vor drei oder vier Jahren entwickelt wurden und mit den damaligen Programmen ausgestattet sind, eignen sich heute nur noch bedingt zum Drucken. Wer häufiger Bilder oder Dokumente auf Papier bannen und dabei auf eine optimale Qualität vertrauen möchte, sollte daher möglichst neue Tablets mit einer aktuellen Software einsetzen. Die Unterschiede zu den herkömmlichen Apps erweisen sich als revolutionär.

Zwar kann die mobile Technik noch lange nicht alles das, was dem Benutzer an einem herkömmlichen Computer an Optionen offensteht. Dennoch reifen die Tablets momentan in ihrer Entwicklung. Auch das Drucken von Dateien gestaltet sich immer einfacher, komfortabler und hochwertiger. Die Anwendungen selbst sind zudem lernbereit: Sie merken sich bestimmte Vorgänge und Einstellungen. Diese können somit wiederverwendet werden, wodurch sich oftmals erhebliche zeitliche Mühen einsparen lassen und die Ergebnisse verbessert werden.

Die drahtlose Verbindung

Allerdings besteht ein Merkmal der mobilen Geräte häufig darin, dass sowohl bei der Hardware als auch auf der Festplatte einiges an Platz eingespart wird. Trotz der zuvor genannten Möglichkeit, das Tablet über einen USB-Anschluss mit dem Printer zu verbinden, kann es daher vorkommen, dass ein solcher grundsätzlich nicht vorliegt. Die meisten Tablets besitzen dagegen aber eine andere Stärke, die sie jederzeit und allerorten ausspielen können: Sie nehmen eine kabellose Verbindung zu dem Drucker, dem Scanner, dem Fax und anderen Geräten auf.

Ebenso können sie untereinander kommunizieren. Es ist auf diese Weise mühelos möglich, Dokumente oder Bilder zwischen Freunden und Kollegen zu tauschen, zwischen denen eine solche Verbindung besteht. Gleiches gilt für nahezu alle Handys Smartphones und sogar Computer, bei denen die passende Schnittstelle vorliegt. Mag sich auf dem Tablet also zu nächst kein großer Speicherraum für Daten befinden, so können diese dennoch von externen Quellen jederzeit erworben werden.

Kabellos über Bluetooth

Wie aber funktioniert die Interaktion des Tablets mit anderen Empfängern auf einer drahtlosen Verbindung? Wichtig ist es, dass alle Bestandteile des angedachten Netzwerkes über einen Bluetooth-Anschluss verfügen. In der Regel befindet sich auf den mobilen Geräten im Menü oder in der Statusleiste bereits die Möglichkeit, diesen schnurlosen Datenaustausch zu aktivieren. Standardisiert ist der Service zumeist noch nicht eingeschaltet, muss also stets durch den Anwender erst durch einen simplen Knopfdruck in Leistungsbereitschaft versetzt werden.

Ist das geschehen, so wird das Tablet binnen weniger Augenblicke alle verfügbaren Anlagen auflisten, die sich im Umkreis von acht bis zehn Metern befinden. Neben Handys, Computern oder Druckern kann es sich dabei auch um den Fernseher und den CD-Player handeln. Der Printer wird nun aber über die Steuerung ausgewählt und kann somit die Datenmengen für den gewünschten Druck eines Bildes erhalten. Es ist daher nicht notwendig, Drucker und Tablet mittels eines Kabels zu verbinden.

Auf den Stromverbrauch achten

Gerade bei den mobilen Geräten mag es als vorteilhaft gelten, etwa den Printer über die Bluetooth-Schnittstelle mit Aufträgen zu versorgen. Doch Vorsicht, um Gegensatz zur Verwendung eines USB-Kabels wird dabei ein deutlich höherer Stromverbrauch verzeichnet. Wer über einen ganzen Tag auf seinen mobilen Alleskönner angewiesen ist, sollte deswegen speziell die Interaktion mit anderen Empfängern gut durchdenken und auf diese Weise Ressourcen sparen. Ratsam ist es somit, mehrere Datensendungen an den Drucker zu bündeln und die Bluetooth-Schnittstelle erst dann zu öffnen, wenn es sich tatsächlich lohnt.

Wer dagegen über einen ohnehin schon strapazierten Akku verfügt, sollte eher einmal die USB-Verbindung nutzen. Darüber hinaus empfiehlt es sich, den Bluetooth-Port erst dann zu aktivieren, wenn es notwendig ist. Anderenfalls kann es in der Bahn oder im Büro vorkommen, dass das Tablet pausenlos eine Verbindung zu allen neu gefundenen Geräten im nahen Umfeld aufbauen möchte. Der mobile Segen kann dabei schnell einmal zu einem Fluch mit hohem Energieverbrauch verkommen.

Abschließende Tipps

Die Benutzung der Tablets mag heutzutage immer einfacher gelingen. Ein großes Manko dieser mobilen Errungenschaften liegt aber nach wie vor in der Bearbeitung von Dokumenten, Bildern, Fotos und Ähnlichem. Wer dennoch einmal darauf angewiesen ist, derartige Dateien auszudrucken, muss sich mit einem eingeschränkten Angebot an Software zur Druckoptimierung und zur vorherigen Bearbeitung begnügen. Oftmals erlauben diese Programme nur einen sehr geringen Zugriff auf die Bilder oder Texte, weswegen hier keine umfangreichen Verbesserungen vorgenommen werden können.

Wem dieses Angebot nicht ausreicht, sollte die entsprechenden Dateien zunächst auf einen Laptop oder einen herkömmlichen Computer senden und dort die verfügbaren Programme zum Bearbeiten nutzen. Das Drucken vom Tablet aus ist zwar möglich, wird gegenwärtig aber eher in seltenen Fällen von den Anwendern tatsächlich beansprucht. Denkbar ist es dennoch, dass die Hersteller der Geräte und die Betreiber der Software in den kommenden Jahren Abhilfe schaffen und die Möglichkeiten deutlich anheben.

1 Kommentar

  1. Dieses hier aufgeführte Verfahren ist sehr umständlich und mit vielen Risiken verbunden.
    Solange es keinen passsenden Drucker gab blühten viele Phantasien wie zB. Cloud Print.
    Das das einfacher und professioneller geht kann man unter www-tablet-printer-de sehen.

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