Beschriftungsgeräte und Etikettendrucker für Aufkleber und Beschriftungen aller Art

Beschriftungsgeräte und Etikettendrucker gibt es in den unterschiedlichsten Formen und für die verschiedensten Anwendungen.
Beschriftungsgeräte und Etikettendrucker gibt es in den unterschiedlichsten Formen und für die verschiedensten Anwendungen. © 141044598 - simm49, depositphotos.com

In vielen Bereichen ist es notwendig, Etiketten zu drucken. So beispielsweise, um Ordner im Büro, der Firma oder auch zu Hause zu beschriften. Damit Sie dies nicht per Hand erledigen müssen, gibt es auf dem Markt Beschriftungsgeräte und Etikettendrucker, mit welchen Sie diverse Aufkleber selber drucken, Ware kennzeichnen oder Adresszeilen erstellen können. Nicht zuletzt in der Büroorganisation helfen Etikettierungen bei der Übersichtlichkeit und Ordnung am Arbeitsplatz. So können Sie Ablagesysteme einfach und schnell gut sichtbar und einheitlich beschriften. Mit Geräten von DYMO, Brother oder Epson können Sie dabei viel Zeit einsparen, wenn Sie nicht jedes Label mehr per Hand säuberlich schreiben müssen.

Das Beschriftungsgerät: Begriffsklärung

Beschriftungsgeräte oder Etikettierer sind in ihrer Arbeitsweise mit einem kleinen Drucker vergleichbar. Dabei wird in Handdrucker und Tischgeräte unterschieden. Generell sind diese jedoch so kompakt, dass sie in fast jede Aktenmappe oder Handtasche passen und so überallhin mitgenommen werden können.

Moderne Beschriftungsgeräte sind vor allem für die individuelle Etikettierung konzipiert. Dabei werden die Labelmaschinen hauptsächlich über das vorhandene Tastenfeld bedient. Moderne Geräte können auch per Smartphone angesprochen werden. Apps wie AirPrint unterstützen Sie bei der Verbindung zwischen iPhone oder Smartphone und dem Beschriftungsgerät. Besonders effizient sind solche Etikettierer, welche eine gewisse Anzahl an eingegebenen Texten abspeichern können. Dies spart Ihnen vor allem Zeit, da Sie gleiche Wortlaute nicht erneut manuell eintippen müssen.

Beschriftungsgeräte mit Thermodirektdruck- und Thermotransferdruck-Verfahren

Beschriftungsgeräte und Etikettendrucker arbeiten meist entweder mit dem Thermodirektdruck oder dem Thermotransferdruck. Je nachdem, für welches Einsatzgebiet Sie Ihr Gerät benötigen, eignet sich eines der beiden Verfahren.

Der Thermodirektdruck für Beschriftungsgeräte

Wie der Name bereits impliziert, arbeitet der Thermodirektdruck mit Hitze, weshalb es notwendig ist, dass die verwendeten Materialien hitzebeständig sind. Ist dies nicht der Fall, können sowohl das Papier als auch das Beschriftungsgerät Schaden nehmen. Vor allem bei klebenden Oberflächen wie bei Etiketten und Aufklebern kann sich die Beschichtung im Drucker festsetzen und dort zu Defekten führen. Mittels Heizwiderstandselementen wird das Thermopapier erhitzt, wodurch die Druckfarben freigegeben werden.

Beschriftungsgeräte, die mit diesem Verfahren arbeiten, eignen sich vor allem in Anwendungsbereichen, in welchen eine hohe Lesbarkeit erwartet wird, wie bei Etiketten oder Adressaufklebern. Allerdings gilt es hierbei zu beachten, dass der Thermodirektdruck nicht dauerhaft wetterfest ist, weshalb die Nutzung auf den Innenbereich weitestgehend begrenzt bleiben sollte.

Beschriftungsgeräte mit Thermotransferdruck

Auch dieses Verfahren benötigt Hitze für den Druck. Allerdings sitzen die Farbpartikel hier nicht auf dem Papier, sondern werden mittels eines Thermotransferbands, welches mit Wachs oder Harz beschichtet ist, freigesetzt. Diese Farbbänder gibt es in verschiedenen Farben, welche je nach Einsatzzweck gewählt werden können.

Der Thermotransferdruck gilt als besonders wetterbeständig auch gegenüber Sonnenlicht, weshalb derlei Etiketten und Aufkleber auch außen angebracht werden können. Allerdings ist die Detailgenauigkeit eingeschränkter als beim Thermodirektdruck.

Das benötigte Verbrauchsmaterial

Selbstverständlich gibt es auch bei Beschriftungsgeräten und Etikettierern große Unterschiede in der Qualität. Je nach Anwendungsbereich sind unterschiedliche Eigenschaften gefragt. Aus diesem Grund muss auch das Verbrauchsmaterial diverse Merkmale aufweisen und Ansprüche erfüllen.

Zum wichtigen Zubehör dieser kleinen Drucker zählt die Schriftbandkassette, in welcher sich das Schriftband und das zu bedruckende Medium, meist Papier, befinden. Es gibt jedoch auch Kunststoffbänder aus Polyester oder Nylon, welche wesentlich robuster sind und somit mehr Einsatzmöglichkeiten bieten. Auch Metallbänder können in bestimmten Bereichen zum Einsatz kommen. Zusätzlich können Sie mit Bügelbändern, die entstandenen Ausdrucke auf ein weiteres Material wie zum Beispiel Stoff aufbügeln.

Damit Sie die Etiketten und Aufkleber sauber von der Rolle trennen können, besitzen die meisten Beschriftungsgeräte und Etikettierer eine Schneidevorrichtung.

Etikettenarten

Etiketten werden häufig auf Rollen angeboten, sodass Sie nicht jedes Etikett einzeln in Ihr Beschriftungsgerät einlegen müssen.
Etiketten werden häufig auf Rollen angeboten, sodass Sie nicht jedes Etikett einzeln in Ihr Beschriftungsgerät einlegen müssen. © 227798500 – boitano, depositphotos.com

Neben den Farbbändern ist es natürlich ebenso wichtig, die passenden Etiketten für Ihre Bedürfnisse zu verwenden. Bei den meisten handelt es sich um Klebe-Etiketten, welche eine selbstklebende Folie besitzen, um sie einfach und schnell auf der gewünschten Oberfläche anzubringen. Dabei wird außerdem in solche Aufkleber unterschieden, welche sich auch einfach wieder ablösen lassen. Etiketten sind meist als Rolle erhältlich, weshalb sie nicht selten auch als Rollenetiketten bzw. Endlosetiketten bezeichnet werden.

Unterschieden wird außerdem in einfache und mehrlagige Etiketten. Letztere werden häufig als Sicherheitsetiketten genutzt, bei welchen es eine Klebefläche, eine weitere dünne Schicht sowie die Druckfläche gibt. Solche sind zum Beispiel Garantieaufkleber. Die dünne Zusatzschicht verhindert eine Manipulation, da sie nach dem Entfernen nicht wieder zurückgeklebt werden können.

Beschriftungsgeräte und ihre Einsatzgebiete

Wie bereits erwähnt, gibt es diverse Anwendungsbereiche, in welchen Etikettierer eingesetzt werden können. Vor allem im Büro oder der Firma sind sie teils unverzichtbare Hilfsmittel, um beispielsweise Ordner und Unterlagen einheitlich und gut lesbar beschriften zu können. So halten Sie Ordnung und das Archivieren von Dokumenten ist auch im umfangreichen Rahmen flott erledigt. Denn Sie können in verschiedenen Farben, Schriftgrößen und –arten sowohl Ordner als auch Schränke, Schubladen, Ablagen und vieles mehr kennzeichnen, sodass Sie stets auf den ersten Blick erkennen, was sich darin oder darauf befindet und müssen nicht viel Zeit mit der Suche nach den passenden Unterlagen verbringen. Derlei Aufkleber können ebenso auf diversen Arbeitsgeräten, Spinden oder Paketen angebracht werden, denn sie sind vielseitig einsetzbar, was ihre Beliebtheit nicht nur bei Ordnungsliebhabern steigert.

Zusatzfunktionen

Viele Beschriftungsgeräte und Etikettierer bieten diverse Zusatzfunktionen, die sich für den ein oder anderen Bereich in besonderem Maße eignen. So können Sie mit vielen Geräten nicht nur einzeilige, sondern auch mehrzeilige Etiketten in einem Arbeitsschritt erstellen. Dies kann bei hohem Druckaufwand enorm viel Zeit einsparen, die Sie anderweitig nutzen können. Zudem befinden sich auf dem Markt Geräte, welche Ihnen eine große Auswahl an Sonderzeichen sowie verschiedenen Schriftstilen und –größen ermöglichen, die vor allem in der Industrie gefragt sind.

Vor allem im gewerblichen Bereich sind außerdem Barcodes von besonderer Wichtigkeit. Um diese mit einem Etikettierer herzustellen, muss das Beschriftungsgerät in der Lage sein, diese feinen Linien drucken zu können. Außerdem ist es sinnvoll, wenn das Gerät über einen Textspeicher verfügt, damit Sie gleiche Druckaufträge nicht jedes Mal händisch eingeben müssen.

Die meisten modernen Beschriftungsgeräte bieten Ihnen außerdem einen Stromsparmodus für besonders effizientes Arbeiten. Müssen Sie das Gerät doch einmal laden, verfügen aktuelle Etikettierer zumeist über einen USB-Anschluss. Dies hat außerdem den Vorteil, das Gerät mit dem PC zu verbinden und direkt über diesen Ihre Druckvorlagen in Auftrag zu geben.

Möchten Sie Ihre Adressaufkleber direkt mit einem Logo versehen, bieten Ihnen einige Geräte den Logo-Druck als Zusatzfunktion an. Hier ist die Vorschau-Funktion ein geeignetes Hilfsmittel, um direkt zu sehen, wir Ihr späteres Etikett aussehen wird. Eine weitere Besonderheit bieten Ihnen Beschriftungsgeräte mit einer Sonderfunktion, welche die Blindenschrift ermöglicht.

Etikettendrucker im Versand

Etiketten werden, wie bereits erwähnt, vielfach im Versand verwendet. Mit einem Labeldrucker können sowohl Adressaufkleber als auch Barcodes auf einem Paket angebracht werden. Dies nimmt Ihnen die Arbeit, alles säuberlich per Hand schreiben zu müssen, zumal es bei den verschiedenen Handschriften durchaus zu Problemen bei der Lesbarkeit kommen kann, weshalb Päckchen hin und wieder nicht richtig zugeordnet werden können.

Hinweisschilder drucken

Neben Preisschildern werden Etiketten im Handel außerdem für Herstellerkennzeichnungen sowie Hinweisnotizen genutzt. Des Weiteren werden Warenaufkleber auch zu optischen Zwecken wie bei Kosmetika auf den Produkten aufgebracht. Dies bietet sich vor allem dann an, wenn Produktmerkmale usw. nicht direkt auf die Verpackung gedruckt werden sollen. Denn das Bedrucken dieser Materialien kann mitunter wesentlich teurer sein, als der Druck von Etiketten und Aufklebern. Auch Flaschen und Dosen werden häufig mit solchen verziert, um Marke, Inhalt und weitere Informationen darauf festzuhalten. Dabei wird natürlich auch auf den Wiedererkennungswert großes Augenmerk gelegt. Warnhinweise auf Chemikalien wie bei Reinigungsmitteln oder im Labor werden meist ebenfalls mittels Etiketten auf die Behältnisse geklebt.

Etikettendrucker können sowohl zum Auspreisen von Ware als auch für Warnhinweise genutzt werden.
Etikettendrucker können sowohl zum Auspreisen von Ware als auch für Warnhinweise genutzt werden. © 6459350 – coprid, depositphotos.com

Barcode-Etiketten

Für Barcodes gibt es mittlerweile spezielle Barcode-Drucker, die diese mit Leichtigkeit erstellen können. Mit einem solchen POS-Drucker lassen sich schnell und einfach Kassenbons und ähnliches ausdrucken. War es bis dato schon schwierig, Barcodes per Hand nachzuzeichnen, sodass sie auch von den entsprechenden Geräten gescannt werden konnten, so ist dies spätestens seit Einführung der QR-Codes fast unmöglich geworden.

Etiketten für ein ordentliches Büro

Sind Sie es auch leid, sich durch nicht oder schlecht beschriftete Ordner zu suchen, um das Passende zu finden? Mit einem Beschriftungsgerät können Sie einwandfreie und gleichmäßige Etiketten für Ihre Ordnerrücken, Regale oder Schubladen drucken, sodass Sie auf den ersten Blick erkennen können, was sich darin oder darauf befindet.

Beschriftungsgeräte für zu Hause

Nicht nur im Betrieb, sondern auch im heimischen Büro ist es von Vorteil, wenn Sie Ihre Unterlagen mit einheitlichen Etiketten beschriften. Doch nicht nur für Ordner oder ähnliches bieten sich solche an. Machen Sie beispielsweise Marmelade selbst oder wecken Sie Lebensmittel ein, können Sie die fertigen Gläser mit Aufklebern versehen, die das Einweckdatum sowie den Inhalt offenbaren. Außerdem können auch Schulbücher und –hefter mit den Namen Ihrer Kinder sowie Fotoalben und vieles mehr mit individuellen Etiketten verschönert werden.

Sonderform: Handdrucker

Handdrucker nehmen in der Familie der Drucker eine besondere Stellung ein und werden hauptsächlich in der Industrie zur Kennzeichnung von Waren verwendet. Sie ähneln in ihrem Äußeren einer Bohrmaschine und besitzen einen Handgriff, mit welchem es ein Leichtes ist, Objekte zu beschriften. Dabei arbeiten diese Modelle mit Tinte und können auf Materialien wie:

  • Gummi,
  • Holz,
  • Leder und Kunstleder,
  • Lebensmitteln,
  • Teppich,
  • Kunstfasern,
  • Aluminium,
  • Beton,
  • Keramik,
  • Karton,
  • Stretchfolie,
  • PE-Sackware sowie
  • Werkzeugstahl drucken.

Je nach Druckmedium kommen unterschiedliche Druckertinten zur Anwendung. So können Sie Ethanol-Tinte, Aceton-Tinte, Wasser-Tinte oder MEK-Beton-Tinte je nach Oberfläche verwenden. Des Weiteren können mit einem Handdrucker sowohl Textzeichen als auch Grafiken, Sonderzeichen, Ordnungszahlen und auch Datum und Uhrzeit gespeichert werden. Dabei arbeiten diese Drucker zeichenweise, weshalb Sie sie in die gewünschte Richtung bewegen müssen. Führungsrollen dienen dazu, dass die Druckzeilen optimal ausgerichtet sind und nicht schief werden. Diese Rollen sowie der Druckkopf passen sich dabei Ihrem Tempo an. Ein Display sorgt dabei für optimale Transparenz und der Lithium-Ionen-Akku für eine lange Laufzeit.

Mit der fortschreitenden Entwicklung auf dem Gebiet der Drucker gibt es mittlerweile sogar 3D-Handdrucker, welche sich allerdings in ihrer Funktion enorm von den herkömmlichen Modellen unterscheiden. Sie haben die Form eines Stiftes und die Arbeitsweise ähnelt der gewöhnlicher 3D-Drucker. Mithilfe von Filament können Sie dreidimensionale Modelle quasi in die Luft „malen“. 3D-Handdrucker sind ideale Ergänzungen zu einem größeren 3D-Drucker.

Beschriftungsgeräte und Etikettendrucker: Vor- und Nachteile

Viele Anwender fragen sich sicher, ob sich die Anschaffung eines Beschriftungsgerätes für ihre Bedürfnisse lohnt. Aus diesem Grund möchten wir Ihnen die Vor- und Nachteile der Etikettendrucker tabellarisch aufzeigen, um Ihnen die Entscheidung zu erleichtern.

Vorteile Nachteile
  • Gute Qualität der Ausdrucke
  • Lange Haltbarkeit je nach verwendeten Materialien
  • Wartungsarme Geräte
  • Erstellung individueller Etiketten und Aufkleber möglich
  • Mehrfachdruck möglich
  • Geeignet für Einzelbeschriftung
  • Individuelle Einstellungen für Farbe, Schriftart und –größe sowie Druckhöhe möglich
  • Längere Arbeitszeit bei großen Mengen an Etiketten
  • Ältere, batteriebetriebene Geräte kostenintensiv
  • Nutzfaktor

Im Allgemeinen kann festgestellt werden, dass Beschriftungsgeräte und Etikettierer eher in der Industrie und Büros zu finden sind, da im Heimgebrauch weniger Beschriftungen notwendig sind. Haben Sie allerdings ein Gros an zu beschriftenden Ordnern oder möchten Sie Ihre Dokumente besonders ordentlich kennzeichnen, können Ihnen diese kleinen Drucker eine große Hilfe sein, um einheitliche Beschriftungen zu erstellen. Auch Post- und Adressaufkleber lassen sich mit diesen Geräten einfach und schnell drucken. 

Fazit

Ein Beschriftungsgerät oder Etikettendrucker kann ein nützliches Utensil darstellen, wenn Sie eigene Etiketten drucken möchten, um Ordner, Schränke, Regale, Werkezuge oder Sonstiges einheitlich zu beschriften. Um das passende Gerät für sich zu finden, sollten Sie vorher Überlegungen anstellen, für welche Einsatzgebiete Sie den Etikettierer verwenden möchten und wie hoch Ihr Druckaufkommen ist. Des Weiteren unterschieden sich die Beschriftungsgeräte in ihrem Druckverfahren, so dass Sie beim Thermodirektdruck besonders gut lesbare Etiketten erhalten. Mit dem Thermotransferdruck hingegen erstellen Sie vor allem sehr wetterfeste Aufkleber, die sich in besonderem Maße für außen eignen. Außerdem ist es wichtig, im Vorfeld zu wissen, wie groß die späteren Etiketten werden sollen, da sich danach die Wahl des Geräts sowie des Verbrauchsmaterials richtet, was sich nicht zuletzt in den anfallenden Kosten niederschlägt.

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