{"id":294,"date":"2014-07-29T09:06:00","date_gmt":"2014-07-29T08:06:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.tintencenter.com\/blog\/?p=294"},"modified":"2021-03-12T14:14:32","modified_gmt":"2021-03-12T13:14:32","slug":"3d-drucker","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tintencenter.com\/blog\/3d-drucker\/","title":{"rendered":"3D Drucker von Prototyp bis Kleinserie"},"content":{"rendered":"<p>3D-Drucker geistern seit Jahren durch die Branche selbst und die Medien, welche \u00fcber diese Ger\u00e4te berichten. Den wirklichen Durchbruch in den Mainstream haben sie jedoch noch nicht geschafft \u2013 und wahrscheinlich wird dieses Vorhaben auch noch einige Jahre in Anspruch nehmen. Was genau diese neuartigen Drucker sind, wie sie funktionieren und wie auch der durchschnittliche Anwender von ihnen profitiert, zeigen wir in diesem Artikel.<!--more--><\/p>\n<div id=\"ez-toc-container\" class=\"ez-toc-v2_0_82_2 counter-hierarchy ez-toc-counter ez-toc-grey ez-toc-container-direction\">\n<div class=\"ez-toc-title-container\">\n<p class=\"ez-toc-title\" style=\"cursor:inherit\">Inhaltsverzeichnis<\/p>\n<span class=\"ez-toc-title-toggle\"><a href=\"#\" class=\"ez-toc-pull-right ez-toc-btn ez-toc-btn-xs ez-toc-btn-default ez-toc-toggle\" aria-label=\"Toggle Table of Content\"><span class=\"ez-toc-js-icon-con\"><span class=\"\"><span class=\"eztoc-hide\" style=\"display:none;\">Toggle<\/span><span class=\"ez-toc-icon-toggle-span\"><svg style=\"fill: #999;color:#999\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" class=\"list-377408\" width=\"20px\" height=\"20px\" viewBox=\"0 0 24 24\" fill=\"none\"><path d=\"M6 6H4v2h2V6zm14 0H8v2h12V6zM4 11h2v2H4v-2zm16 0H8v2h12v-2zM4 16h2v2H4v-2zm16 0H8v2h12v-2z\" fill=\"currentColor\"><\/path><\/svg><svg style=\"fill: #999;color:#999\" class=\"arrow-unsorted-368013\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" width=\"10px\" height=\"10px\" viewBox=\"0 0 24 24\" version=\"1.2\" baseProfile=\"tiny\"><path d=\"M18.2 9.3l-6.2-6.3-6.2 6.3c-.2.2-.3.4-.3.7s.1.5.3.7c.2.2.4.3.7.3h11c.3 0 .5-.1.7-.3.2-.2.3-.5.3-.7s-.1-.5-.3-.7zM5.8 14.7l6.2 6.3 6.2-6.3c.2-.2.3-.5.3-.7s-.1-.5-.3-.7c-.2-.2-.4-.3-.7-.3h-11c-.3 0-.5.1-.7.3-.2.2-.3.5-.3.7s.1.5.3.7z\"\/><\/svg><\/span><\/span><\/span><\/a><\/span><\/div>\n<nav><ul class='ez-toc-list ez-toc-list-level-1 ' ><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-2'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-1\" href=\"https:\/\/www.tintencenter.com\/blog\/3d-drucker\/#Was_genau_sind_3D-Drucker\" >Was genau sind 3D-Drucker?<\/a><ul class='ez-toc-list-level-3' ><li class='ez-toc-heading-level-3'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-2\" href=\"https:\/\/www.tintencenter.com\/blog\/3d-drucker\/#Ultimaker\" >Ultimaker<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-3'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-3\" href=\"https:\/\/www.tintencenter.com\/blog\/3d-drucker\/#Leapfrog\" >Leapfrog<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-3'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-4\" href=\"https:\/\/www.tintencenter.com\/blog\/3d-drucker\/#Sintermask\" >Sintermask<\/a><\/li><\/ul><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-2'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-5\" href=\"https:\/\/www.tintencenter.com\/blog\/3d-drucker\/#Wie_funktionieren_3D-Drucker\" >Wie funktionieren 3D-Drucker?<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-2'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-6\" href=\"https:\/\/www.tintencenter.com\/blog\/3d-drucker\/#3D-Druck_per_Fused_Deposition_Modeling\" >3D-Druck per Fused Deposition Modeling<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-2'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-7\" href=\"https:\/\/www.tintencenter.com\/blog\/3d-drucker\/#3D-Druck_durch_Laserverarbeitung\" >3D-Druck durch Laserverarbeitung<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-2'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-8\" href=\"https:\/\/www.tintencenter.com\/blog\/3d-drucker\/#Spezialverfahren_fuer_spezielle_Ansprueche\" >Spezialverfahren f\u00fcr spezielle Anspr\u00fcche<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-2'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-9\" href=\"https:\/\/www.tintencenter.com\/blog\/3d-drucker\/#Koennen_Bausaetze_fuer_3D-Drucker_die_%E2%80%9Eechten%E2%80%9C_Geraete_ersetzen\" >K\u00f6nnen Baus\u00e4tze f\u00fcr 3D-Drucker die \u201eechten\u201c Ger\u00e4te ersetzen?<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-2'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-10\" href=\"https:\/\/www.tintencenter.com\/blog\/3d-drucker\/#3D-Druck_nach_eigenen_Vorstellungen\" >3D-Druck nach eigenen Vorstellungen?<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-2'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-11\" href=\"https:\/\/www.tintencenter.com\/blog\/3d-drucker\/#3D-Druck_und_das_Urheberrecht\" >3D-Druck und das Urheberrecht<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-2'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-12\" href=\"https:\/\/www.tintencenter.com\/blog\/3d-drucker\/#Fazit\" >Fazit<\/a><\/li><\/ul><\/nav><\/div>\n<h2><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Was_genau_sind_3D-Drucker\"><\/span>Was genau sind 3D-Drucker?<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n<p>Grunds\u00e4tzlich gilt derzeit als 3D-Drucker jedes Ger\u00e4t, in welches ein bestimmtes Material hineingegeben wird und welches anschlie\u00dfend mittels einer Vorlage ein Objekt wieder ausgibt. Diese recht lose Definition sorgt f\u00fcr einige Probleme: Beispielsweise ist ein 3D-Drucker ein kleines Modell f\u00fcr den eigenen Haushalt, welches zum Beispiel einfache Objekte aus einem plastik\u00e4hnlichen Material herstellen kann. In der Industrie hingegen gelten diese Ger\u00e4te auch dann als 3D-Drucker, wenn damit Prototypen von Designstudien \u201eausgedruckt\u201c werden \u2013 von der Tragfl\u00e4che eines Flugzeugs bis hin zu H\u00e4userw\u00e4nden kann inzwischen fast alles gedruckt werden, wenn man \u00fcber eine entsprechend teure Maschine verf\u00fcgt.<\/p>\n<p>In diesem Artikel m\u00f6chten wir uns jedoch auf die erstgenannte Variante konzentrieren: 3D-Drucker, welche \u2013 vielleicht noch nicht jetzt, aber in einigen Jahren \u2013 f\u00fcr den Haushalt geeignet sind und welche in einer nicht zu fernen Zukunft genauso in eine komplett ausgestattete Wohnung geh\u00f6ren wie ein Computer, ein K\u00fchlschrank oder ein Fernseher. Dort liegt das Potenzial, die Zukunft der Anwender dieser Ger\u00e4te nachhaltig zu ver\u00e4ndern. Bevor wir uns ansehen, wie das geschehen soll, stellen wir drei der derzeit bekanntesten 3D Drucker Hersteller auf diesem noch jungen Markt vor:<\/p>\n<h3><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Ultimaker\"><\/span>Ultimaker<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h3>\n<p>Bei Ultimaker handelt es sich um einen der gr\u00f6\u00dften Hersteller von 3D-Druckern f\u00fcr den Privatgebrauch. Das Unternehmen wurde erst 2011 in den Niederlanden gegr\u00fcndet, noch im selben Jahr wurde auch das erste Produkt namens Ultimaker Original verkauft. Das Fachmagazin MAKE hat das Ger\u00e4t in einem gro\u00dfen 3D Drucker Vergleich gleichzeitig zum schnellsten als auch genauesten 3D-Drucker auf dem Markt gek\u00fcrt.<\/p>\n<p>Weitgehend wird Ultimaker mit daf\u00fcr verantwortlich gemacht, den \u201ekleinen Boom\u201c der 3D-Drucker eingel\u00e4utet zu haben. Zwei Jahre sp\u00e4ter, im September 2013, ver\u00f6ffentlichte das Unternehmen den Ultimaker 2, der noch schneller und genauer arbeitet und dabei weniger Strom und Material f\u00fcr seine Arbeit verbraucht. Au\u00dferdem hat das Unternehmen die Software Cura bereitgestellt, welche f\u00fcr die Anwender der Ger\u00e4te geschrieben wurde.<\/p>\n<h3><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Leapfrog\"><\/span>Leapfrog<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h3>\n<p>Auch Leapfrog wurde in den Niederlanden gegr\u00fcndet, allerdings erst etwas sp\u00e4ter als der Mitbewerber Ultimaker im Jahr 2012. Zuerst war es das Ziel des Unternehmens, Ger\u00e4te f\u00fcr die Industrie zu fertigen, damit dort Prototypen oder Ersatzteile f\u00fcr Maschinen gefertigt werden konnten, ohne Kostenexplosionen zu verursachen. Nach der Gr\u00fcndung von Leapfrog entschied man sich, den \u201eultimativen, robusten und vielseitigen 3D-Drucker\u201c zu bauen.<\/p>\n<p>Dieser sollte letztendlich auch f\u00fcr den Privatanwender geeignet sein. Wenn man ein Auge auf das Portfolio des Herstellers wirft, wird das auch deutlich: Leapfrog hat mehr Ger\u00e4te im Angebot als jeder andere Hersteller und ist daher im internationalen Vergleich sehr gut aufgestellt.<\/p>\n<h3><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Sintermask\"><\/span>Sintermask<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h3>\n<p>Made in Germany: Sintermask wurde 2009 gegr\u00fcndet und hat sich erst in den darauffolgenden Jahren auf die Entwicklung von 3D-Druckern spezialisiert. Das Unternehmen m\u00f6chte Ger\u00e4te anbieten, die von Spielzeug \u00fcber Modelle bis hin zu einfachen Gegenst\u00e4nden wie \u201ePlastikringen f\u00fcr Duschvorh\u00e4nge\u201c alles herstellen k\u00f6nnen, was das Material erlaubt.<\/p>\n<p>Das dazugeh\u00f6rige Produkt h\u00f6rt auf den Namen fabbster: Es handelt sich dabei um den bislang einzigen 3D-Drucker des deutschen Unternehmens. Im 3D Drucker Vergleich zeigt sich au\u00dferdem, dass Sintermask die derzeit g\u00fcnstigsten Ger\u00e4te auf dem Markt hat \u2013 wobei Preise von \u00fcber 1.500 Euro noch immer zu hoch sind, um diese Ger\u00e4teklasse auch f\u00fcr den durchschnittlichen Anwender in interessante Regionen zu r\u00fccken.<\/p>\n<h2><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Wie_funktionieren_3D-Drucker\"><\/span>Wie funktionieren 3D-Drucker?<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n<p>Kommen wir nun zum Herzst\u00fcck des Artikels: Jeder Leser kann sich mit ein wenig Fantasie wohl in etwa vorstellen, wie diese Ger\u00e4te arbeiten. Ein Material wird in den Drucker eingegeben und dieser stellt daraus beliebige Gebilde her, die vorher als Vorlage an das Ger\u00e4t gegeben werden. W\u00e4hrend diese prinzipielle Methode bei allen 3D-Druckern gleich ist, unterscheiden sie sich hinsichtlich der verwendeten Fertigungsmethoden teilweise erheblich. Als roter Faden zieht sich allein die additive Wirkungsweise durch den 3D-Druck, denn die Modelle entstehen allesamt, indem das Ger\u00e4t ein Material hinzuf\u00fcgt \u2013 und nicht etwa wegnimmt, wie es bei der subtraktiven Fertigung (S\u00e4gen, Bohren und dergleichen mehr) der Fall ist.<\/p>\n<h2><span class=\"ez-toc-section\" id=\"3D-Druck_per_Fused_Deposition_Modeling\"><\/span>3D-Druck per Fused Deposition Modeling<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n<figure id=\"attachment_299\" aria-describedby=\"caption-attachment-299\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/www.tintencenter.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/\u00a9-lucadp-Fotolia.com_62409122_M.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-299\" src=\"https:\/\/www.tintencenter.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/\u00a9-lucadp-Fotolia.com_62409122_M-300x168.jpg\" alt=\"\u00a9 lucadp - Fotolia.com\" width=\"300\" height=\"168\" srcset=\"https:\/\/www.tintencenter.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/\u00a9-lucadp-Fotolia.com_62409122_M-300x168.jpg 300w, https:\/\/www.tintencenter.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/\u00a9-lucadp-Fotolia.com_62409122_M-1024x574.jpg 1024w, https:\/\/www.tintencenter.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/\u00a9-lucadp-Fotolia.com_62409122_M.jpg 1840w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-299\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 lucadp &#8211; Fotolia.com<\/figcaption><\/figure>\n<p>Sehr verbreitet ist etwa das FDM-Verfahren: Per Fused Deposition Modeling lassen sich Kunststoffe oder andere weiche Materialien erhitzen, wodurch sie anschlie\u00dfend f\u00fcr eine Weiterverarbeitung geeignet sind. Der Aufbau entspricht einer erhitzten D\u00fcse, in welche das genannte Material eingegeben wird. Die pr\u00e4zisen Koordinaten, welche durch die 3D Drucker Vorlagen an das Ger\u00e4t gesendet werden, h\u00e4lt diese D\u00fcse anschlie\u00dfend genau ein. Sobald eine Schicht Kunststoff abgek\u00fchlt ist, \u201edruckt\u201c die D\u00fcse anschlie\u00dfend die n\u00e4chste Ebene auf das Material. Je nach Objekt kann es dann mehrere Stunden dauern, bis das gew\u00fcnschte Modell fertiggestellt ist.<\/p>\n<p>Probleme bei dieser Fertigung entstehen unter anderem dann, wenn gr\u00f6\u00dfere \u00dcberh\u00e4nge am Objekt entstehen, welche dar\u00fcber hinaus so schwer sind, dass sie abbrechen k\u00f6nnten. Da der verwendete Kunststoff nach Verlassen der D\u00fcse noch fl\u00fcssig ist, geschieht dies sehr schnell. Gute FDM-Ger\u00e4te drucken daher gleichzeitig eine Art st\u00fctzendes Element, welches jene \u00dcberg\u00e4nge an ihrer angedachten Position h\u00e4lt. Sp\u00e4ter m\u00fcssen diese Elemente nat\u00fcrlich entfernt werden \u2013 entweder per Hand oder, wenn es besonders sauber sein muss, auch mit ein wenig Sandpapier.<\/p>\n<p>Die Vorteile des FDM-Verfahrens liegen insbesondere in den niedrigen Kosten und der vergleichsweise schnellen Fertigung begr\u00fcndet. Weiterhin sind Kunststoffobjekte ab einer gewissen St\u00e4rke sehr belastbar. Als negativ k\u00f6nnten Anwender jedoch empfinden, dass diese Technik nicht immer \u201esauber\u201c arbeitet: Geriffelte Oberfl\u00e4chen sind selbst bei gehobenen Ger\u00e4ten immer wieder zu beobachten. Je nach Objekt kann das sogar gew\u00fcnscht sein \u2013 wie etwa bei holz\u00e4hnlichen Gegenst\u00e4nden \u2013, in der Regel wird dies jedoch als Makel verstanden, welcher technikbedingt aber nicht einfach ausgeglichen werden kann.<\/p>\n<h2><span class=\"ez-toc-section\" id=\"3D-Druck_durch_Laserverarbeitung\"><\/span>3D-Druck durch Laserverarbeitung<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n<p>Wer mehr Geld investiert, wird belohnt \u2013 wie etwa durch dieses Verfahren, welches eigentlich mehrere unterschiedliche Fertigungstechniken einschlie\u00dft. In jeder Variante wird ein feines Pulver genommen (welches jedoch aus \u00e4hnlichen Materialien wie beim FDM-Verfahren bestehen kann) und extrem d\u00fcnn auf eine Fl\u00e4che aufgetragen. Der Druckkopf des 3D-Druckers bewegt sich anschlie\u00dfend \u00fcber dieses Pulver und verfestigt es mit Hitze durch den Einsatz eines Lasers. Namen wie Selective Laser Melting oder Selective Laser Sintering (SLM oder SLS) werden daf\u00fcr benutzt, bis auf den Namen unterscheiden sich beide Techniken jedoch nicht. M\u00f6glich ist hier auch der Einsatz von Farbe durch einen Druckkopf, der mit einem Element erweitert wird, welches einem Tintenstrahldrucker gleicht \u2013 wobei dieses Technik dann 3DP hei\u00dft. Offensichtlich wird besonders an diesem Namenswirrwarr, dass der 3D-Druck noch immer kaum marktreif ist.<\/p>\n<p>Die Vorteile liegen hier unter anderem in der sauberen Arbeitsmethode: \u00dcberh\u00e4ngende Teile werden durch das Pulver gest\u00fctzt und am Ende einfach weggeb\u00fcrstet, wobei diese Materialien f\u00fcr den n\u00e4chsten Druck sogar wiederverwendet werden k\u00f6nnen. Das fertige Modell f\u00fchlt sich h\u00e4ufig an wie feines Sandpapier, die Riffelung wie bei FDM-Verfahren entf\u00e4llt. Die Lasertechniken eignen sich daf\u00fcr unter anderem f\u00fcr sehr robuste und gleichzeitig fein gearbeitete Objekte. Ein Nachteil besteht jedoch im recht hohen Gewicht, was durch die Verwendung einer speziellen Gipsmischung zu erkl\u00e4ren ist, welche f\u00fcr diese Form der 3D-Drucker h\u00e4ufig verwendet wird.<\/p>\n<p>Die sch\u00f6nsten Ergebnisse erzielen die (bereits \u00e4lteren) Stereolithografie-Drucker: Hier wird ein Kunstharz verwendet, welcher sehr glatte Oberfl\u00e4chen erzielen kann und gleichzeitig die Zeichnung pr\u00e4ziser Details erlaubt. Nachteilig ist nur die recht hohe Zerbrechlichkeit, was diese SLA-Maschinen, wie die Kurzform lautet, nicht f\u00fcr Alltagsgegenst\u00e4nde eignet. F\u00fcr Skulpturen oder Modelle gibt es jedoch kein besseres Verfahren.<\/p>\n<h2><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Spezialverfahren_fuer_spezielle_Ansprueche\"><\/span>Spezialverfahren f\u00fcr spezielle Anspr\u00fcche<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n<p>Da es nicht so scheint, dass sich die Industrie bereits auf ein einziges Fertigungsverfahren geeignet hat, wird nat\u00fcrlich weiterhin an Techniken f\u00fcr den 3D-Druck geforscht. Eine interessante Alternative kommt beispielsweise aus Irland und wurde von der Firma Mcor entwickelt. Da es sich um ein recht komplexes Verfahren handelt, haben wir diese Technik Schritt f\u00fcr Schritt aufgeschl\u00fcsselt:<\/p>\n<ul>\n<li>Gew\u00f6hnliches Papier wird zun\u00e4chst gestapelt und anschlie\u00dfend mit einem Tintenstrahlkopf horizontal durchdrungen. Die Farbe \u201eflie\u00dft\u201c durch die St\u00e4rke des Papiers und f\u00e4rbt somit das Modell, bevor es \u00fcberhaupt entstanden ist.<\/li>\n<li>Anschlie\u00dfend wird auf jede Schicht unterhalb eines Blattes ein Leim aufgetragen, der die Form des sp\u00e4teren Objekts hat. Darauf wird danach das soeben eingef\u00e4rbte Blatt Papier gelegt.<\/li>\n<li>Die Bl\u00e4tter werden nach diesem Verfahren der Reihe nach aneinandergeklebt. Mit einem scharfen Messer wird der \u00fcbersch\u00fcssige Anteil des Papiers abgeschnitten, so dass am Ende nur noch ein fertiges Modell \u00fcbrig bleibt, welches bereits komplett eingef\u00e4rbt ist.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wenn dieser Prozess abgeschlossen ist, wird das Objekt noch einmal in ein Bad aus Kunstharz herabgelassen. Mit dem eher rauen Gef\u00fchl, das Papier auf der Haut hinterl\u00e4sst, hat das Objekt dann nichts mehr zu tun. Es entsteht viel mehr ein sehr stabiles, glattes Modell, welches f\u00fcr Vorlagen jeglicher Art geeignet ist. Ein deutlicher Nachteil ist jedoch das (noch) recht langsame Verfahren und die mitunter hohen Kosten, welcher in erster Linie durch die verwendete Farbe verursacht werden \u2013 aber m\u00f6glicherweise ist auch dieses Verfahren ein Mitbewerber f\u00fcr den 3D-Druck der Zukunft.<\/p>\n<p>Ein weiteres, nicht minder interessantes St\u00fcck Technik kommt hingegen von vom 3D Drucker Hersteller Stratasys: Die Ger\u00e4te dieses Unternehmens beherbergen gleich mehrere Dr\u00fcsen, die mit unterschiedlichen Materialien gef\u00fcllt werden k\u00f6nnen und welche anschlie\u00dfend fl\u00fcssige Stoffe sofort verh\u00e4rten. Komplizierte Objekte \u2013 wie vielleicht ein Bilderrahmen aus Metall mit einer Oberfl\u00e4che aus Kunstglas \u2013 k\u00f6nnen so in einem Durchgang gefertigt werden, was nat\u00fcrlich eine erhebliche Zeitersparnis bedeutet. Auch existieren 3D Drucker, welche Kunststoffe vor der Verarbeitung beliebige Konsistenzeigenschaften verpassen k\u00f6nnen. Im Gegensatz zu den FDM- und Laserverfahren, welche wir bereits angesprochen hatten, sind diese Ger\u00e4te jedoch eher f\u00fcr die Industrie gedacht und werden in absehbarer Zeit kaum einen Einzug in die Privathaushalte feiern k\u00f6nnen.<\/p>\n<h2><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Koennen_Bausaetze_fuer_3D-Drucker_die_%E2%80%9Eechten%E2%80%9C_Geraete_ersetzen\"><\/span>K\u00f6nnen Baus\u00e4tze f\u00fcr 3D-Drucker die \u201eechten\u201c Ger\u00e4te ersetzen?<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n<p>Insbesondere der erw\u00e4hnte Hersteller Sintermask aus Deutschland hat sich auch einen Namen in Bastlerkreisen gemacht \u2013 durch den Verkauf von Ger\u00e4ten zum Selberbauen. Mit einem 3D Drucker Bausatz k\u00f6nnen ebenso interessierte wie hoffentlich versierte Anwender den Zusammenbau des Druckers selbst in die Hand nehmen. Der Vorteil: Die Preise f\u00fcr den Drucker selbst sinken auf wenige Hundert Euro und die Qualit\u00e4t der ausgedruckten Objekte entspricht \u2013 im Idealfall \u2013 den Modellen, welche auch aus den professionell zusammengestellten Ger\u00e4ten entspringt. Trotzdem genie\u00dft der 3D Drucker Bausatz sogar innerhalb der Szene einen noch nicht g\u00e4nzlich guten Ruf, was vor allem an der neuartigen Technik liegt.<\/p>\n<p>Denn gerade neue Anwender, die noch nie vorher mit einem 3D Drucker gearbeitet haben, k\u00f6nnen sich nicht auf Erfahrungswerte berufen. Wer schon einmal an einem Auto geschraubt hat, wird auch in etwa wissen, wie das n\u00e4chste Auto aufgebaut ist \u2013 und eine \u00e4hnliche Analogie k\u00f6nnte in vielen technischen Bereichen gezogen werden. Da es sich beim 3D-Druck jedoch nicht um eine massenmarktkompatible Technik handelt, m\u00fcssen hier erst von Grund auf neue Erkenntnisse gesammelt werden. Entsprechend hoch f\u00e4llt damit auch die Einstiegsschwelle aus. F\u00fcr Anf\u00e4nger haben wir daher einen Tipp: Besorgen Sie sich ein fertiges Ger\u00e4t und lernen Sie die Technik kennen, bevor Sie sich an den Kauf eines eigenen Bausatzes wagen.<\/p>\n<h2><span class=\"ez-toc-section\" id=\"3D-Druck_nach_eigenen_Vorstellungen\"><\/span>3D-Druck nach eigenen Vorstellungen?<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n<p>Software wie Cura oder andere Programme f\u00fcr die Erstellung von 3D-Modellen l\u00e4dt nat\u00fcrlich auch dazu ein, jene F\u00e4higkeiten zu nutzen. Vielleicht ist es in zehn Jahren bereits \u00fcblich, dass jeder Anwender seinen Haushalt mit Gegenst\u00e4nden ausstattet, welche genau den eigenen Vorstellungen entsprechen. Bis es so weit ist, muss sich aber vor allem die genannte Software noch weiterentwickeln: \u00c4hnlich wie die 3D-Modellierung f\u00fcr Computergrafiken ist n\u00e4mlich auch die Erstellung von 3D Drucker Vorlagen sehr kompliziert und f\u00fcr den durchschnittlichen K\u00e4ufer nicht zumutbar. Dass wir in einigen Jahren in komplett individualisierten Haushalten wohnen, ist also zwar eine sch\u00f6ne Vorstellung \u2013 aber tats\u00e4chlich passieren wird dieses kleine Wunder wohl noch nicht.<\/p>\n<h2><span class=\"ez-toc-section\" id=\"3D-Druck_und_das_Urheberrecht\"><\/span>3D-Druck und das Urheberrecht<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n<figure id=\"attachment_301\" aria-describedby=\"caption-attachment-301\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/www.tintencenter.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/\u00a9-momius-Fotolia.com_.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-301\" src=\"https:\/\/www.tintencenter.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/\u00a9-momius-Fotolia.com_-300x214.jpg\" alt=\"\u00a9 momius - Fotolia.com\" width=\"300\" height=\"214\" srcset=\"https:\/\/www.tintencenter.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/\u00a9-momius-Fotolia.com_-300x214.jpg 300w, https:\/\/www.tintencenter.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/\u00a9-momius-Fotolia.com_-1024x731.jpg 1024w, https:\/\/www.tintencenter.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/\u00a9-momius-Fotolia.com_.jpg 1631w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-301\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 momius &#8211; Fotolia.com<\/figcaption><\/figure>\n<p>W\u00e4hrend all die Fertigungsverfahren technisch interessant sind, d\u00fcrfen wir zu guter Letzt nicht vergessen, dass noch ein wichtiger Punkt einer weitreichenden Verbreitung im Weg steht: das Recht. Beispielsweise argumentieren viele Gegner der 3D-Drucker in Privathaushalten \u00e4hnlich wie in Musik- oder Filmbeispielen: Diese Inhalte sind urheberrechtlich gesch\u00fctzt und d\u00fcrfen nicht einfach heruntergeladen werden.<\/p>\n<p>Was aber geschieht, wenn Nutzer Vorlagen f\u00fcr beispielsweise Kunststoffschalen f\u00fcr die K\u00fcche herunterladen und diese anschlie\u00dfend ausdrucken, obwohl diese Produkte im Handel einen bestimmten Wert haben und eigentlich gekauft werden m\u00fcssten? Wo beginnt das Plagiat und wo handelt es sich um Eigenkreationen durch andere Anwender? Gibt es in naher Zukunft Tauschb\u00f6rsen f\u00fcr Vorlagen, in welchen es Haushaltsgegenst\u00e4nde jeglicher Art zum Herunterladen gibt \u2013 und wenn ja, wie beeinflusst dies die Weltwirtschaft, wenn pl\u00f6tzlich kein Bedarf mehr nach Messern und Gabeln aus dem Fachhandel besteht?<\/p>\n<p>Offensichtlich ist nach diesem Absatz nur eine Tatsache: Es bestehen sehr viele Fragen, auf welche es bislang noch keine verbindlichen Antworten zu geben scheint. Bislang stehen die hohen Preise \u2013 beim erw\u00e4hnten Hersteller Leapfrog kostet das g\u00fcnstigste Modell beispielsweise noch immer mehr als 1.000 Euro, w\u00e4hrend das Spitzenmodell schon beinahe mit 7.000 Euro zu Buche schl\u00e4gt \u2013 und die relativ kompliziert zu bedienenden Ger\u00e4te und Software einer weiten Verbreitung noch im Weg. Sobald diese H\u00fcrde genommen ist (und dazu wird es mit absoluter Sicherheit kommen), werden die Gesetzgeber jedoch \u00fcber eine neue Form des Urheberrechts nachdenken m\u00fcssen, um nicht in ein \u00e4hnliches Desaster zu rutschen wie die Content-Inhaber der Musik- und Filmindustrie.<\/p>\n<h2><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Fazit\"><\/span>Fazit<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n<p>Welches Fertigungsverfahren der 3D-Drucker am Ende tats\u00e4chlich die Oberhand behalten wird, ist noch nicht absehbar. Alle in diesem Artikel genannten Techniken haben eigene Vor- und Nachteile \u2013 doch \u00fcbergreifend scheitert die weite Verbreitung des 3D-Drucks noch immer an den immensen Kosten, die mit der Anschaffung eines solchen Ger\u00e4ts zusammenh\u00e4ngen. Weiterhin gibt es noch einige andere Baustellen zu verzeichnen, denn die Drucker sind sperrig, schwer, laut und aufgrund ihrer eher rustikalen Optik nicht wohnzimmertauglich. Gleichzeitig gilt jedoch, dass man auf diese Zeilen in einigen Jahren nur noch l\u00e4chelnd zur\u00fcckschauen wird, denn dann wird der 3D-Drucker bereits zum Standard in jedem Haushalt geh\u00f6rt.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>3D-Drucker geistern seit Jahren durch die Branche selbst und die Medien, welche \u00fcber diese Ger\u00e4te berichten. 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