{"id":2380,"date":"2018-12-10T07:20:38","date_gmt":"2018-12-10T06:20:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.tintencenter.com\/blog\/?p=2380"},"modified":"2018-12-07T09:20:53","modified_gmt":"2018-12-07T08:20:53","slug":"wie-wird-papier-hergestellt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tintencenter.com\/blog\/wie-wird-papier-hergestellt\/","title":{"rendered":"Wie wird Papier hergestellt? Ein Exkurs zu einem der wichtigsten Stoffe zur Wahrung von Wissen"},"content":{"rendered":"<p>Auch wenn wir mittlerweile in <strong>Zeiten des \u201epapierlosen B\u00fcros\u201c<\/strong> leben bzw. uns stark darauf zubewegen, ist <strong>Papier eine DER Erfindungen in der Geschichte<\/strong> der Menschheit. Die Erforschung ebendieser w\u00fcrde sich um ein Vielfaches schwieriger gestalten, bliebe allein die m\u00fcndliche Tradierung. Papier ist einer der Stoffe, auf dem nicht zuletzt ein Gros an Wissen festgehalten wurde und auch weiterhin wird. Dabei stellt sich nat\u00fcrlich die Frage: <strong>\u201eWie wird Papier hergestellt?\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Mancher wei\u00df, dass bei der Produktion <strong>Holz und Wasser<\/strong> entscheidende Faktoren darstellen. Doch woraus setzt sich dieser wertvolle Stoff noch zusammen und weshalb kommt vielfach auch <strong>Altpapier<\/strong> zum Einsatz, wenn es um die Papierherstellung geht? Dieser und weiterer Fragen soll nun in diesem Artikel nachgegangen werden.<\/p>\n<div id=\"ez-toc-container\" class=\"ez-toc-v2_0_82_2 counter-hierarchy ez-toc-counter ez-toc-grey ez-toc-container-direction\">\n<div class=\"ez-toc-title-container\">\n<p class=\"ez-toc-title\" style=\"cursor:inherit\">Inhaltsverzeichnis<\/p>\n<span class=\"ez-toc-title-toggle\"><a href=\"#\" class=\"ez-toc-pull-right ez-toc-btn ez-toc-btn-xs ez-toc-btn-default ez-toc-toggle\" aria-label=\"Toggle Table of Content\"><span class=\"ez-toc-js-icon-con\"><span class=\"\"><span class=\"eztoc-hide\" style=\"display:none;\">Toggle<\/span><span class=\"ez-toc-icon-toggle-span\"><svg style=\"fill: #999;color:#999\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" class=\"list-377408\" width=\"20px\" height=\"20px\" viewBox=\"0 0 24 24\" fill=\"none\"><path d=\"M6 6H4v2h2V6zm14 0H8v2h12V6zM4 11h2v2H4v-2zm16 0H8v2h12v-2zM4 16h2v2H4v-2zm16 0H8v2h12v-2z\" fill=\"currentColor\"><\/path><\/svg><svg style=\"fill: #999;color:#999\" class=\"arrow-unsorted-368013\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" width=\"10px\" height=\"10px\" viewBox=\"0 0 24 24\" version=\"1.2\" baseProfile=\"tiny\"><path d=\"M18.2 9.3l-6.2-6.3-6.2 6.3c-.2.2-.3.4-.3.7s.1.5.3.7c.2.2.4.3.7.3h11c.3 0 .5-.1.7-.3.2-.2.3-.5.3-.7s-.1-.5-.3-.7zM5.8 14.7l6.2 6.3 6.2-6.3c.2-.2.3-.5.3-.7s-.1-.5-.3-.7c-.2-.2-.4-.3-.7-.3h-11c-.3 0-.5.1-.7.3-.2.2-.3.5-.3.7s.1.5.3.7z\"\/><\/svg><\/span><\/span><\/span><\/a><\/span><\/div>\n<nav><ul class='ez-toc-list ez-toc-list-level-1 ' ><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-2'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-1\" href=\"https:\/\/www.tintencenter.com\/blog\/wie-wird-papier-hergestellt\/#Wie_wird_Papier_hergestellt_Geschichtliches_zur_Papierproduktion\" >Wie wird Papier hergestellt? Geschichtliches zur Papierproduktion<\/a><ul class='ez-toc-list-level-3' ><li class='ez-toc-heading-level-3'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-2\" href=\"https:\/\/www.tintencenter.com\/blog\/wie-wird-papier-hergestellt\/#Die_Herstellung_in_Asien\" >Die Herstellung in Asien<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-3'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-3\" href=\"https:\/\/www.tintencenter.com\/blog\/wie-wird-papier-hergestellt\/#Papierherstellung_im_arabischen_Raum\" >Papierherstellung im arabischen Raum<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-3'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-4\" href=\"https:\/\/www.tintencenter.com\/blog\/wie-wird-papier-hergestellt\/#Papierherstellung_in_Indien\" >Papierherstellung in Indien<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-3'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-5\" href=\"https:\/\/www.tintencenter.com\/blog\/wie-wird-papier-hergestellt\/#Herstellung_von_Papier_in_Europa\" >Herstellung von Papier in Europa<\/a><\/li><\/ul><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-2'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-6\" href=\"https:\/\/www.tintencenter.com\/blog\/wie-wird-papier-hergestellt\/#Papierherstellung_frueher_vs_Papierherstellung_heute\" >Papierherstellung fr\u00fcher vs. Papierherstellung heute<\/a><ul class='ez-toc-list-level-3' ><li class='ez-toc-heading-level-3'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-7\" href=\"https:\/\/www.tintencenter.com\/blog\/wie-wird-papier-hergestellt\/#Papierherstellung_Mittelalter_bis_Industrialisierung\" >Papierherstellung: Mittelalter bis Industrialisierung<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-3'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-8\" href=\"https:\/\/www.tintencenter.com\/blog\/wie-wird-papier-hergestellt\/#Wie_wird_Papier_industriell_hergestellt_Papierproduktion_von_der_Industrialisierung_bis_heute\" >Wie wird Papier industriell hergestellt? Papierproduktion von der Industrialisierung bis heute<\/a><\/li><\/ul><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-2'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-9\" href=\"https:\/\/www.tintencenter.com\/blog\/wie-wird-papier-hergestellt\/#Papierherstellung_Chemie\" >Papierherstellung &amp; Chemie<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-2'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-10\" href=\"https:\/\/www.tintencenter.com\/blog\/wie-wird-papier-hergestellt\/#Papierarten\" >Papierarten<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-2'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-11\" href=\"https:\/\/www.tintencenter.com\/blog\/wie-wird-papier-hergestellt\/#Wie_wird_Papier_hergestellt_Die_verwendbaren_Rohstoffe\" >Wie wird Papier hergestellt: Die verwendbaren Rohstoffe<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-2'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-12\" href=\"https:\/\/www.tintencenter.com\/blog\/wie-wird-papier-hergestellt\/#Schritte_der_Papierherstellung_heute_Die_Papiermaschine\" >Schritte der Papierherstellung heute: Die Papiermaschine<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-2'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-13\" href=\"https:\/\/www.tintencenter.com\/blog\/wie-wird-papier-hergestellt\/#Papierherstellung_Zusammenfassung\" >Papierherstellung: Zusammenfassung<\/a><\/li><\/ul><\/nav><\/div>\n<h2><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Wie_wird_Papier_hergestellt_Geschichtliches_zur_Papierproduktion\"><\/span><b>Wie wird Papier hergestellt? Geschichtliches zur Papierproduktion<\/b><span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n<p>Der heutige Begriff \u201ePapier\u201c leitet sich aus dem <strong>Lateinischen \u201e<\/strong><strong><i>papyrus<\/i><\/strong><strong>\u201c<\/strong> ab, welcher seinerseits von dem altgriechischen Wort <strong>\u201e<\/strong><strong><i>p\u00e1pyros<\/i><\/strong><strong>\u201c<\/strong> stammt. Dieser bezieht sich auf die <strong>Papyrusstaude<\/strong>, aus welcher der Stoff gewonnen wird, der fr\u00fcher als Rohstoff zur Herstellung von Papier bzw. Papyrus diente. Konnte zuvor Wissen haupts\u00e4chlich auf Stein oder Ton festgehalten werden, der vor allem en masse mitunter schwer von einem Ort zum andern transportiert werden konnte, so wurde es mit der Erfindung des Papiers bzw. Papyrus einfacher, Erlerntes im wahrsten Sinne des Wortes <strong>weiterzutragen<\/strong>. Dabei wurde bereits mit einer fr\u00fchen Form von Tinte gearbeitet, um die Schrift auf diesem Untergrund zu bannen. Wenn Sie mehr zur <a href=\"https:\/\/www.tintencenter.com\/blog\/wie-wird-tinte-hergestellt\/\">Herstellung von Tinte<\/a> erfahren m\u00f6chten, lesen Sie gern in unserem entsprechenden Artikel nach.<\/p>\n<p>Menschen hielten seit dem Altertum in s\u00e4mtlichen Hochkulturen auf diversen Schreibstoffen die Dinge fest, die sie des Weitergebens als wichtig erachteten. Die Erfindung des Papiers als solches aber liegt wahrscheinlich unabh\u00e4ngig voneinander einerseits in Asien und andererseits in Europa. Vor allem <b>Hanf\u00a0<\/b>wurde fr\u00fcher zur Gewinnung des Stoffes genutzt.<\/p>\n<h3><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Die_Herstellung_in_Asien\"><\/span><b>Die Herstellung in Asien<\/b><span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h3>\n<p>Erstmals beschrieben wurde die bis heute bekannte Herstellung von Papier um 105 n. Chr. in China. Die Papierherstellung aus Lumpen findet hier beispielsweise Anwendung, denn die Rohstoffe f\u00fcr die chinesische Produktion von Papier waren <b>Seidenabf\u00e4lle, Hanf, besagte Lumpen sowie Fischernetze in Verbindung mit Baumrinde oder Bast<\/b> (organisches Gewebe unter der Borke). Die Fasern und Faserreste wurden ges\u00e4ubert, zerstampft, gekocht und gew\u00e4ssert. Danach wurden mithilfe eines Siebes einzelne Lagen abgesch\u00f6pft und getrocknet. Hernach wurden sie gepresst und gegl\u00e4ttet, um auf ihnen schreiben zu k\u00f6nnen. Auch in Korea wurde diese Art der Papiergewinnung vermutlich um etwa die gleiche Zeit angewandt.<\/p>\n<p>Bereits kurze Zeit sp\u00e4ter wurde in China begonnen, das Papier mit <b>St\u00e4rke als Leimstoff<\/b> zu versetzen, was das Papier glatter und weniger saugf\u00e4hig machte und die Tinte nicht so sehr verlaufen lie\u00df. Auch Papiertaschent\u00fccher sowie Toilettenpapier aus Reisstroh wurden gefunden.<\/p>\n<p>Zum <b>Sch\u00f6pfen<\/b> des Papiers wurden zun\u00e4chst Siebe verwendet, deren Gitter fest mit dem Rahmen verbunden waren, sodass die einzelnen Papierb\u00f6gen erst trocknen mussten, bevor sie herausgenommen werden konnten, bis sich diese Technik weiterentwickelte, sodass nunmehr das feuchte Blatt dem Sieb entnommen und zum Trocknen ausgelegt werden konnte. Noch heute wird diese Sch\u00f6pftechnik beim sogenannten <b>handgesch\u00f6pften Papier<\/b> verwendet. In der weiteren Entwicklung wurden dem Faserbrei sp\u00e4ter <b>Pflanzenschleime<\/b> beigemischt, die die Kl\u00fcmpchenbildung verringerten. F\u00fcr die <b>Papiergeldherstellung<\/b> wurden au\u00dferdem Pflanzenfasern aus <b>Bambus<\/b> verwendet. Um die Falschgeldproduktion zu erschweren, wurden Seidenfasern, Insektizide und Farbstoffe beigemischt.<\/p>\n<h3><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Papierherstellung_im_arabischen_Raum\"><\/span><b>Papierherstellung im arabischen Raum<\/b><span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h3>\n<p>Neben Hanf wurde in den Anf\u00e4ngen der Papiererzeugung im arabischen Raum auch <b>Flachs als Rohstoff<\/b> verwendet. Auch hier wurde schnell eine <b>Oberfl\u00e4chenleimung<\/b> aus zerfaserten und gek\u00e4mmten Lumpen und Stricken entwickelt, die in Kalkwasser eingeweicht, zerstampft und gebleicht wurden. Diese Masse wurde anschlie\u00dfend an eine Wand zum Trocknen gestrichen, um danach mit einer Mischung aus St\u00e4rke glattgerieben und im Anschluss in Reiswasser getaucht zu werden, wobei sich die Poren schlie\u00dfen konnten. In der weiteren Entwicklung fand auch eine Normung des Papiers in Bezug auf Fl\u00e4chenma\u00df, B\u00f6gen, B\u00fcndel usw. statt. Diese B\u00fcndel-Normung wird bis heute \u201e<b>Ries<\/b>\u201c genannt, was von dem arabischen \u201e<i>rizma<\/i>\u201c stammt. Ein Ries A4-Papier \u00e0 80g\/m<sup>2<\/sup> entspricht laut DIN 6730 exakt 500 Blatt.<\/p>\n<h3><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Papierherstellung_in_Indien\"><\/span><b>Papierherstellung in Indien<\/b><span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h3>\n<p>Die Technik der Papierproduktion orientierte sich in ihrer fr\u00fchen Zeit in Indien an der aus dem arabischen Raum. Allerdings wurde hier h\u00e4ufiger das <b>Querformat<\/b> genutzt, da dies sich wiederum an dem in Indien bereits manifestierten Schreibmaterial aus <b>Palmbl\u00e4ttern<\/b> orientierte. Interessant zu wissen ist dabei, dass das Palmblatt in S\u00fcdindien bis zum Buchdruck im 19. Jahrhundert nicht vom Papier abgel\u00f6st werden konnte. Es blieb bis zu diesem Zeitpunkt der bevorzugte Beschreibstoff.<\/p>\n<h3><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Herstellung_von_Papier_in_Europa\"><\/span><b>Herstellung von Papier in Europa<\/b><span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h3>\n<p>Auch in Europa wurde der arabischen Tradition gefolgt, <b>Papier aus Hanf oder Flachs (Leinen)<\/b> herzustellen. Allerdings wurde hier <b>auch Nesseltuch<\/b> verwendet, welches vornehmlich aus den Pflanzenfasern der Brennnessel gewonnen wurde. Dabei lie\u00dfen sich die sogenannten <b>Papierm\u00fchlen<\/b> (Fabriken zur Herstellung von Papier) die ben\u00f6tigten Tuchreste von Lumpensammlern liefern. Hier konnten Papierhersteller bereits kurze Zeit sp\u00e4ter Innovationen auf dem Gebiet der maschinellen Papiererzeugung verzeichnen und so die Massenproduktion von Papier vorantreiben. So konnte beispielsweise der <b>Zermalmungsvorgang<\/b> der Fasern im mittelalterlichen Europa bereits<b>mechanisch<\/b> \u00fcber <b>wasserbetriebene Papierm\u00fchlen<\/b> erfolgen, was zuvor m\u00fchsam per Hand oder im Kollergang von Nutzvieh durchgef\u00fchrt werden musste, was die Arbeit der Papiermacher nun deutlich erleichterte.<\/p>\n<p>Zudem wurde auch das Zerrei\u00dfen der Lumpen in sogenannten Haderm\u00fchlen merklich vereinfacht, indem das innovative Sensenblatt das Rei\u00dfen oder Schneiden per Hand obsolet machte. Auch die Entwicklung von <b>Papierpressen<\/b> l\u00f6ste das langwierige Trocknen des Papiers an der Luft ab, indem es fortan durch den<b>Schraubpressdruck<\/b> (in einer Kelter) getrocknet wurde. Die erste Papierm\u00fchle in Deutschland entstand \u00fcbrigens im sp\u00e4ten 14. Jahrhundert bei N\u00fcrnberg. Dabei wurden die Produktionsst\u00e4tten h\u00e4ufig fernab der St\u00e4dte errichtet, da sie einen unangenehmen Geruch sowie L\u00e4rm verbreiteten.<\/p>\n<p>Eine weitere Innovation stellte das <b>Sch\u00f6pfsieb mit metallischem Geflecht<\/b> dar, welches das bis dato verwendete Sieb aus Bambus oder Schilf ersetzte. Dies bildete auch die Grundlage f\u00fcr Papiere mit <b>Wasserzeichen<\/b>; \u00fcbrigens aller Wahrscheinlichkeit nach eine italienische Erfindung. Die immer weiter fortschreitende Verfeinerung der Papierqualit\u00e4t trug dabei ma\u00dfgeblich zum modernen Buchdruck bei, wie ihn Johannes Gutenberg entwickelte. Auch die Kosten f\u00fcr die Papierherstellung reduzierten sich mit dem technologischen Fortschritt. Mit dem Buchdruck trat endg\u00fcltig der Siegeszug von Papier \u00fcber das aus Tierh\u00e4uten bestehende Pergament ein.<\/p>\n<h2><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Papierherstellung_frueher_vs_Papierherstellung_heute\"><\/span>Papierherstellung fr\u00fcher vs. Papierherstellung heute<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n<p>Wie der geschichtliche Umriss bereits erahnen l\u00e4sst, hat sich in der <strong>Herstellung von Papier einiges getan<\/strong>. Vor allem die Papiermacher und Papierm\u00fchlen im mittelalterlichen Europa haben einen Gro\u00dfteil zum maschinellen Fortschritt beigetragen.<\/p>\n<h3><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Papierherstellung_Mittelalter_bis_Industrialisierung\"><\/span><b>Papierherstellung: Mittelalter bis Industrialisierung<\/b><span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h3>\n<p>Noch bis ins 19. Jahrhundert hinein wurden zur Papierherstellung <strong>Lumpen und Leinen<\/strong> verwendet, sodass es teilweise sogar zum <strong>Ausfuhrverbot<\/strong> f\u00fcr ebendiese kam, um der Nachfrage gerecht zu werden. Diese wurden in den bereits genannten <strong>Papierm\u00fchlen<\/strong> in Fetzen geschnitten, einem Faulungsprozess unterzogen und danach zerstampft, sodass einzelne <strong>Fasern<\/strong> \u00fcbrig blieben. Das Stampfwerk wurde ab dem sp\u00e4ten 17. Jahrhundert, Anfang des fr\u00fchen 18. Jahrhunderts durch den sogenannten \u201e<i>Holl\u00e4nder<\/i>\u201c ersetzt, der einen wesentlich <strong>h\u00f6heren Faserdurchdrang<\/strong> besa\u00df. Sp\u00e4ter wurden die Lumpen mittels Chlor gebleicht, sodass auch farbige Stoffe in der Fabrik zu wei\u00dfem Papier verarbeitet werden konnte. So konnte auch der Verlust an Fasern beschr\u00e4nkt werden.<\/p>\n<figure id=\"attachment_2383\" aria-describedby=\"caption-attachment-2383\" style=\"width: 1024px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.tintencenter.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/schoepfsieb.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-2383\" src=\"https:\/\/www.tintencenter.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/schoepfsieb-1024x683.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"683\" srcset=\"https:\/\/www.tintencenter.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/schoepfsieb-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.tintencenter.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/schoepfsieb-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.tintencenter.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/schoepfsieb-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-2383\" class=\"wp-caption-text\">Lange Zeit war die Papierherstellung reine Handarbeit. \u00a9 128212010 \u2013 philfreez@gmail.com , depositphoto.com<\/figcaption><\/figure>\n<p>Papiermacher sch\u00f6pften nun mittels des <strong>rechteckigen metallenen Sch\u00f6pfsiebes<\/strong> den entstandenen Papierbrei aus dem Bottich (auch \u201eB\u00fctte\u201c genannt &#8211; B\u00fcttenpapier). Je nach Siebgr\u00f6\u00dfe konnte entsprechend auch die Papiergr\u00f6\u00dfe bestimmt werden. Der frische Bogen Papier wurde nun auf ein <strong>Filz<\/strong> gedr\u00fcckt, um ihn danach zum Trocknen aufzuh\u00e4ngen. Im Anschluss wurde das Papier <strong>gepresst, gegl\u00e4ttet und sortiert<\/strong>, bevor es verpackt wurde. Schreibpapier wurde zus\u00e4tzlich geleimt, sodass die Tinte sp\u00e4ter nicht in den Papierfasern verlief.<\/p>\n<p>Bis in die Neuzeit benutzten Papiermacher, auch <strong>Papierm\u00fcller<\/strong> genannt, f\u00fcr ihre Wirkungszeit <strong>typische Wasserzeichen<\/strong>. Das Deutsche Buch- und Schriftmuseum in der Deutschen B\u00fccherei in Leipzig beherbergt diesbez\u00fcglich sogar eine <strong>Papiermacherkartei<\/strong>.<\/p>\n<h3><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Wie_wird_Papier_industriell_hergestellt_Papierproduktion_von_der_Industrialisierung_bis_heute\"><\/span><b>Wie wird Papier industriell hergestellt? Papierproduktion von der Industrialisierung bis heute<\/b><span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h3>\n<p>Bereits Anfang des 18. Jahrhunderts wurde deutlich, dass der zunehmende Mangel an Lumpen auch zum Engpass der Papierproduktion f\u00fchren w\u00fcrde. Nach Vorbild amerikanischer Wespen sollte sich nun auf die <strong>Papierherstellung aus Holz<\/strong> konzentriert werden. Doch auch andere Versuche, wie gar Papier aus Asbest herzustellen, wurden unternommen. Zukunftweisend aber waren Vorschl\u00e4ge <b>Papier aus Flachs, Hanf, Baumwolle und der Pappelweide<\/b> zu produzieren.<\/p>\n<p>Ende des 18. Jahrhunderts leitete ein G\u00f6ttinger Professor bereits die <b>Verwendung von Altpapier als Rohstoff<\/b>zur Papiergewinnung ein. Die fortschreitende industrielle Entwicklung erm\u00f6glichte es zudem, Papier maschinell fabrizieren zu k\u00f6nnen, indem das Sch\u00f6pfen des Papierbreis durch eine <b>Sch\u00fcttelmaschine mit rotierendem Metallsieb<\/b> \u00fcbernommen wurde. Es folgten weitere Innovationen der Siebmaschinen und die Leimung wurde nun w\u00e4hrend des Herstellungsprozesses bereits im Papierbrei vorgenommen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_2384\" aria-describedby=\"caption-attachment-2384\" style=\"width: 1024px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.tintencenter.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/papiermaschine-1910.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-2384\" src=\"https:\/\/www.tintencenter.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/papiermaschine-1910-1024x794.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"794\" srcset=\"https:\/\/www.tintencenter.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/papiermaschine-1910-1024x794.jpg 1024w, https:\/\/www.tintencenter.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/papiermaschine-1910-300x233.jpg 300w, https:\/\/www.tintencenter.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/papiermaschine-1910-768x595.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-2384\" class=\"wp-caption-text\">Die Weiterentwicklung der Technik in der Papierherstellung erleichtert die Arbeit zunehmend. \u00a9 13158557 \u2013 S_Kohl, depositphoto.com<\/figcaption><\/figure>\n<p>Mitte des 19. Jahrhunderts wurde in Sachsen begonnen, <b>Papier aus Holzschliff<\/b> herzustellen. Dieses Verfahren bedeutete, <strong>Holz in Faserquerrichtung<\/strong> auf einem <strong>Schleifstein<\/strong> unter Zuhilfenahme von <strong>Wasser<\/strong> zu Holzschliff zu verarbeiten. Industriell konnte sich die Papierherstellung in Sachsen allerdings noch nicht manifestieren. Es folgten in den kommenden Jahren weitere Erfindungen zur gro\u00dftechnischen Nutzung der Holzschliffmaschinen, um den Holzschliff weiter zu verfeinern und die Papierqualit\u00e4t so verbessern zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Mittlerweile kann Papier sowohl <strong>industriell<\/strong> als auch in <strong>Handarbeit<\/strong> gefertigt werden. Dabei besteht <b>Papier heutzutage aus Cellulosefasern<\/b>, die unterschiedlich lang sein k\u00f6nnen und von den urspr\u00fcnglichen weiteren Pflanzenbestandteilen getrennt wurden. Das bedeutet, dass der gewonnene Zellstoff mit Wasser versetzt und zerfasert wird. Der entstandene Brei wird vom Papiermacher maschinell oder per Hand auf ein sich bewegendes Sieb gegeben, damit sich die Fasern eng \u00fcbereinander legen k\u00f6nnen, sodass ein Vlies entsteht. Nach dem Trocknungsvorgang wird die <b>Oberfl\u00e4che<\/b> des Papierblattes mit St\u00e4rke, modifizierter Cellulose oder Polyvinylalkohol geschlossen, d.h. <b>impr\u00e4gniert bzw. \u201egeleimt\u201c<\/b>.<\/p>\n<h2><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Papierherstellung_Chemie\"><\/span>Papierherstellung &amp; Chemie<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n<p>Die aus dem Holzschliff gewonnenen Papiere waren nicht ganz unproblematisch, da sie verschiedene <b>saure Substanzen<\/b> enthielten. Durch die industrielle Herstellung mit <b>Sulfit<\/b> entstand durch Luftoxidation sowie Hydrolyse Schwefels\u00e4ure. Au\u00dferdem <b>verminderte<\/b> sich die <b>Rei\u00dffestigkeit<\/b> des Papiers durch die Verwendung von <b>Chlor<\/b> und <b>Essigs\u00e4ure<\/b>, was auch zu starken <b>Vergilbungen<\/b> f\u00fchrte. Davon war das Holzschliffpapier aus dem Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts in besonders starkem Ma\u00dfe betroffen.<\/p>\n<p>Da die Entwicklung hier aber nat\u00fcrlich nicht Halt machte, konnte Ende des 19. Jahrhunderts auch <b>Zellstoff aus Holz<\/b> mittels <b>Natronverfahren<\/b> hergestellt werden. Durch den chemischen Aufschluss von Holz konnte kurze Zeit sp\u00e4ter auch <b>Sulfitzellstoff<\/b> gewonnen werden. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde begonnen, <b>Papier aus halbsynthetischen Fasern<\/b> wie regenerierter Cellulose herzustellen. Mit fortschreitender Technik wurden zunehmend Holl\u00e4nder und Kollergang von <b>Refinern<\/b> abgel\u00f6st. In den 1950er Jahren konnte dann das <b>erste Papier aus vollsynthetischen Fasern<\/b> aus Polyamid vorgestellt werden. Seit 1980 kann nun auch <b>ohne Chlor gebleicht<\/b> werden. Seitdem wird haupts\u00e4chlich Papier hergestellt, welches sehr alterungsbest\u00e4ndig sowie s\u00e4urefrei sein soll.<\/p>\n<h2><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Papierarten\"><\/span>Papierarten<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n<p>Mittlerweile tummeln sich auf dem Markt <strong>zahlreiche verschiedene Arten von Papier<\/strong>, seien es Hygienet\u00fccher, Toilettenpapier, Taschent\u00fccher, Schreibpapier, B\u00fcttenpapier, Druckerpapier und auch <strong>Spezialpapiere<\/strong> wie Fotopapier, Bastelkarton und viele mehr. <strong>Fast t\u00e4glich benutzen wir Papier<\/strong> f\u00fcr das anfallende Dokumentenmanagement. Wir nutzen <strong>Schmierzettel<\/strong> oder Papier, um Dokumente und dergleichen auszudrucken. Dabei muss nat\u00fcrlich auch darauf geachtet werden, welches Druckverfahren angewandt wird.<\/p>\n<p>So arbeitet ein <strong>Laserdrucker<\/strong> beispielsweise mit <strong>besonders hohen Temperaturen<\/strong>, weshalb das Papier hitzebest\u00e4ndig sein muss. Beim <strong>Tintenstrahldrucker<\/strong> dagegen kommt es darauf an, dass die <strong>Tinte schnell trocknet<\/strong> und nicht verl\u00e4uft. <strong>Fotopapier<\/strong> sorgt zudem mit seiner speziellen Beschichtung f\u00fcr langlebige und farbbrillante Bilder. Achten Sie also stets auf die Herstellerangaben f\u00fcr Ihren Drucker, damit Sie nicht versehentlich zum falschen Papier greifen. Verbrauchsmaterial f\u00fcr Ihren Drucker finden Sie \u00fcbrigens zu g\u00fcnstigen Konditionen im <a href=\"https:\/\/www.tintencenter.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">TintenCenter Onlineshop<\/a>. Das Papier kann mittlerweile den <strong>diversen Anforderungen<\/strong> angepasst werden, weshalb es zig verschiedene Arten gibt, auf die Sie zur\u00fcckgreifen k\u00f6nnen.<\/p>\n<h2><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Wie_wird_Papier_hergestellt_Die_verwendbaren_Rohstoffe\"><\/span>Wie wird Papier hergestellt: Die verwendbaren Rohstoffe<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n<p>Wie weiter oben bereits erw\u00e4hnt, wurden schon <strong>diverse Stoffe zur Papierherstellung<\/strong> verwendet. Darunter z\u00e4hlen <strong>Seidenabf\u00e4lle, Hanf, Flachs, Bast und vor allem Lumpen (Hadern).<\/strong> Letztere werden heute haupts\u00e4chlich noch f\u00fcr stark beanspruchte Papiersorten wie Wertpapiere, Papiergeld sowie Briefmarken genutzt. Heutzutage wird auch auf andere Substanzen zur\u00fcckgegriffen, wobei Holz weiterhin neben Altpapier einen wichtigen Bestandteil ausmacht. Im Allgemeinen k\u00f6nnen aber s\u00e4mtliche <b>cellulosehaltigen Stoffe<\/b> zur Papierproduktion genutzt werden. Es wird dabei sowohl in Halbstoffe als auch in Ganzstoffe sowie in Prim\u00e4rstoffe und Sekund\u00e4rstoffe unterschieden.<\/p>\n<p><b>Halbstoffe<\/b> sind dabei die verschiedenen <b>Faserstoffe<\/b>. Als <b>Prim\u00e4rstoffe<\/b> gelten solche, die zum ersten Mal genutzt werden, wie zum Beispiel frisches Holz und Zellstoff. <b>Sekund\u00e4rstoffe<\/b> werden beispielsweise durch Recycling aus <b>Altpapier<\/b> gewonnen. Dabei werden durch <i>Deinking<\/i> die Druckfarben vom Altpapier durch diverse chemische Vorg\u00e4nge gel\u00f6st. Allerdings werden die Fasern nur circa f\u00fcnf- bis sechsmal recycelt, da sie durch die wiederholte Verarbeitung gesch\u00e4digt werden. Auch der Anteil der verwendeten Zusatzstoffe nimmt durch die Wiederverwertung zu.<\/p>\n<p>Hauptbestandteil von heutigem Papier bleibt die <b>Cellulose<\/b>. Diese Fasern kommen haupts\u00e4chlich in den <strong>Zellw\u00e4nden von Pflanzen und H\u00f6lzern<\/strong> vor. Chemisch betrachtet ist die Cellulose ein <b>Polymer<\/b>, da sie aus einer Aneinanderreihung von Glukose- und Wassermolek\u00fclen besteht. Die Cellulose wird zumeist aus Holz gewonnen, welches in einem chemischen Prozess durch <b>Kochen<\/b> in seine Bestandteile zerlegt wird. Je nach den eingesetzten Chemikalien w\u00e4hrend des Kochens wird zwischen <strong>Natronverfahren, Sulfitverfahren und Sulfatverfahren<\/strong> unterschieden. Danach wird der Zellstoff gebleicht, da er ansonsten gelb bis braun w\u00e4re. Mittlerweile wird dies aufgrund der Umweltbelastung meist nicht mehr mit Chlor sondern mit <b>Chlordioxid<\/b> durchgef\u00fchrt. Der so gewonnene <b>Sulfatzellstoff<\/b> ist langfaseriger und rei\u00dffester, weshalb er vor allem bei der Herstellung von Schreib- und Druckerpapier verwendet wird. <b>Sulfitzellstoff<\/b> dient im Gegenzug als Grundlage f\u00fcr weicheres Hygienepapier.<\/p>\n<p>Um das Papier zu vollenden, werden <b>weitere Stoffe <\/b>zugef\u00fchrt. Dazu z\u00e4hlen unter anderem:<\/p>\n<ul>\n<li><b>Kaolin\/Porzellanerde<\/b> zur Pigmentierung des Papiers, auch wenn es teilweise durch das st\u00e4rkere <b>Calciumcarbonat<\/b> abgel\u00f6st wurde<\/li>\n<li><b>Talkum<\/b>, um die Porosit\u00e4t zu verringern<\/li>\n<li><b>Titanwei\u00df<\/b> f\u00fcr eine bessere Lichtstreuung und Glanz<\/li>\n<li><b>Leimungsstoffe<\/b>, welche das Papier weniger saugf\u00e4hig und daher beschreibbar machen<\/li>\n<li><b>Nassfestmittel<\/b>, damit sich das Papier nicht aufl\u00f6st, wie beispielsweise bei K\u00fcchenkrepp deutlich sichtbar<\/li>\n<li>Weitere Hilfsstoffe sind zum Beispiel <b>St\u00e4rke<\/b> sowie einige <b>Minerale<\/b> in geringen Mengen<\/li>\n<\/ul>\n<h2><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Schritte_der_Papierherstellung_heute_Die_Papiermaschine\"><\/span>Schritte der Papierherstellung heute: Die Papiermaschine<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n<figure id=\"attachment_2385\" aria-describedby=\"caption-attachment-2385\" style=\"width: 1024px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.tintencenter.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/moderne-papiermaschine.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-2385\" src=\"https:\/\/www.tintencenter.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/moderne-papiermaschine-1024x683.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"683\" srcset=\"https:\/\/www.tintencenter.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/moderne-papiermaschine-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.tintencenter.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/moderne-papiermaschine-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.tintencenter.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/moderne-papiermaschine-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-2385\" class=\"wp-caption-text\">In modernen Papierfabriken wird die meiste Arbeit von Maschinen \u00fcbernommen. \u00a9 21931935 \u2013 AndrisTkacenko, depositphoto.com<\/figcaption><\/figure>\n<p>Nach dem Zerstampfen wird der Papierbrei, welcher aus \u00fcber 90% Wasser besteht, zun\u00e4chst <strong>gereinigt und entl\u00fcftet<\/strong>. Danach wird er in der industriellen Papiermaschine in dem sogenannten <b>Stoffauflauf<\/b> in Form eines d\u00fcnnen Strahls auf ein <strong>rotierendes Endlossieb<\/strong> gegeben. Je nach Bewegungsrichtung des Siebs richten sich auch die Fasern aus, was in <strong>unterschiedlichen Eigenschaften des sp\u00e4teren Papiers<\/strong> resultiert. In der <b>Siebpartie<\/b> l\u00e4uft nun ein Gro\u00dfteil des Wassers ab. Hier wird auch das <strong>Wasserzeichen<\/strong> aufgebracht, sollte das Papier sp\u00e4ter ein solches aufweisen. Allerdings wird das Papier, welches auf derlei <b>Langsiebmaschinen<\/b> produziert wird aufgrund der einseitigen Entw\u00e4sserung h\u00e4ufig nur auf einer Seite wirklich glatt. Ein zweites Sieb, welches auch nach oben hin entw\u00e4ssert, ist daher oft von Vorteil.<\/p>\n<p>Auf der anderen Seite gibt es sogenannte <b>Gap-Former<\/b>, bei welchen der Papierbrei zwischen <strong>zwei bewegliche Siebe<\/strong> gespritzt wird, um so ein <strong>gleichm\u00e4\u00dfigeres Oberfl\u00e4chenergebnis<\/strong> des Papiers zu gew\u00e4hrleisten. Nun wird die <strong>Papierbahn auf einen Filz<\/strong> gegeben und zur <b>Pressenpartie<\/b> geleitet. Diese besteht zumeist aus drei bis vier einzelnen Pressen, welche hintereinander liegen und deren Walzen die Papierbahn zwischen Filzen entw\u00e4ssern. Die endg\u00fcltige Entw\u00e4sserung wird mittels dampfbeheizter Trockenzylinder in der <b>Trockenpartie<\/b> durchgef\u00fchrt, wonach das Papier nochmals <strong>gegl\u00e4ttet und danach aufgerollt<\/strong> wird. Die letzten Schritte umfassen nach der Herstellung das <b>Zuschneiden<\/b> auf genormte Ma\u00dfe sowie das <b>Verpacken<\/b>.<\/p>\n<h2><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Papierherstellung_Zusammenfassung\"><\/span>Papierherstellung: Zusammenfassung<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n<p>Wie in den meisten Lebensbereichen hat sich auch in der <strong>Papierherstellung w\u00e4hrend der Zeit einiges getan<\/strong>. Wo anfangs nur wenige Eigenschaften aus dem Rohstoff herausgearbeitet werden konnten, gibt es heutzutage zahlreiche Papierarten f\u00fcr die unterschiedlichsten Anwendungen. Eine abschlie\u00dfende Tabelle soll die gravierendsten <strong>Unterschiede und Gemeinsamkeiten<\/strong> verdeutlichen.<\/p>\n<table width=\"755\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"9\">\n<colgroup>\n<col width=\"359\" \/>\n<col width=\"359\" \/> <\/colgroup>\n<tbody>\n<tr valign=\"top\">\n<td width=\"359\"><b>Wie wurde Papier fr\u00fcher hergestellt?<\/b><\/td>\n<td width=\"359\"><b>Wie wird Papier heute hergestellt?<\/b><\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"top\">\n<td width=\"359\">\n<ul>\n<li>Hauptbestandteile: Hanf, Flachs, Bast, Lumpen (Hadern)<\/li>\n<li>Fasern in Bottichen (B\u00fctten) zerstampft<\/li>\n<li>Papierbrei wurde mithilfe eines Siebes auf festem Rahmen per Hand gesch\u00f6pft<\/li>\n<li>Bleichen mittels Chlor<\/li>\n<li>Trocknung mittels Aufh\u00e4ngen<\/li>\n<\/ul>\n<\/td>\n<td width=\"359\">\n<ul>\n<li>Hauptbestandteile: Holz bzw. Cellulose, teilweise immer noch Hadern f\u00fcr stark beanspruchte Sonderpapiere<\/li>\n<li>Papier durchl\u00e4uft in der Papiermaschine diverse Schritte<\/li>\n<li>Bleichen mittels Chlordioxid und anderer Chemikalien<\/li>\n<li>Trocknung mittels Walzen und Filz<\/li>\n<li>Papierherstellung aus Altpapier mittels Recycling<\/li>\n<\/ul>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Es wird deutlich, dass sich der <strong>Prozess der Papierherstellung als solches nicht gro\u00df ver\u00e4ndert<\/strong> hat. <strong>Fasern<\/strong> m\u00fcssen zun\u00e4chst vom Rohstoff wie Lumpen oder Pflanzen getrennt und danach gew\u00e4ssert werden. Der entstandene <strong>Papierbrei<\/strong> gelangt auf ein rotierendes Sieb und wird danach wieder <strong>entw\u00e4ssert, gepresst und getrocknet<\/strong>. Allein die <strong>chemischen Bestandteile<\/strong> sowie, ob der Vorgang per Hand oder maschinell durchgef\u00fchrt wird, haben sich im Laufe der Geschichte des Papiers <!-- Verlinkungsm\u00f6glichkeit zum Thema \u201eGeschichte des Papiers\u201c m\u00f6glich -->ge\u00e4ndert. Um dem Papier weitere <strong>verbesserte Eigenschaften<\/strong> angedeihen zu lassen, werden <strong>stetig neue Innovationen<\/strong> hervorgebracht, die einerseits die Arbeit erleichtern als auch die <strong>Papierqualit\u00e4t<\/strong> verbessern sollen.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Auch wenn wir mittlerweile in Zeiten des \u201epapierlosen B\u00fcros\u201c leben bzw. uns stark darauf zubewegen, ist Papier eine DER Erfindungen in der Geschichte der Menschheit. 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